Verschneite Landschaft im Sauerland
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Das Sauerland mit seiner verschneiten Landschaft hat auch auf den für Waltrop zuständigen Bundestagsabgeordneten Frank Schwabe (SPD) Anziehungskraft ausgeübt.

Schnee-Ausflug

Frank Schwabes Sauerland-Trip sorgt für Empörung im Netz

  • Jörn Tüffers
    vonJörn Tüffers
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Der für Waltrop zuständige Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD) sorgt zurzeit mit Fotos von einem Ausflug ins verschneite Sauerland für Wirbel in den sozialen Netzwerken.

Fotos von kilometerlangen Staus an den Zufahrtsstraßen zu den Erholungsgebieten im verschneiten Sauerland sind seit Tagen überall in den Medien präsent - verbunden mit dem Appell, die überfüllten Gebiete nicht mehr anzusteuern. Vor diesem Hintergrund sorgen Fotos, die der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe unter anderem auf Facebook postete, für Kritik.

Schwabe hatte zu Jahresbeginn auf ein Foto eingestellt, das ihn in verschneiter Landschaft zeigt. Damit verband er Neujahrsgrüße: „Wir haben das Jahr gestern im Schnee ausklingen lassen. Irgendwo im Sauerland.“ Nachdem es Kritik hagelte, reagierte der SPD-Politiker mit einem weiteren Foto: Es zeigt eine nahezu menschenleere Schneelandschaft. Er habe keine Abstandsregeln gebrochen, außerdem gehörten alle, die an dem Tagesausflug beteiligt gewesen sind, zur Kernfamilie.

Kritik auch vom Waltroper CDU-Mann Andreas Brausen

Andreas Brausen, Vorstandsmitglied der Waltroper CDU, erklärte, Schwabe werde der Vorbildfunktion seines Mandats nicht gerecht. Abgeordnete dürften „den Verzicht, den viele Menschen in einer Solidargemeinschaft gerade zum Schutze aller machen“, nicht dadurch beantworten, dass „man aufzeigt, dass man für sich aber eine ausreichend große Lücke gefunden hat“.

Schwabe: „Mitteilung hat zu Missverständnissen geführt“

Schwabe, der als MdB auch für Waltrop zuständig ist, räumt ein, dass aus dem ersten Foto nicht zu 100 Prozent hervorgegangen sei, dass er sich „nicht auf irgendwelche Pisten oder in irgendwelche Wintersportorte begeben“ habe. Auf Anfrage der Waltroper Zeitung sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete, er bedauere, dass seine Mitteilung zu Missverständnissen geführt habe. In keinem Fall wolle er, dass Regeln unterlaufen und den Empfehlungen der Polizei nicht Folge geleistet werde.

Waltrops SPD-Chef bewertet Schwabes private Entscheidung nicht

CDU-Mann Brausen ist nicht der einzige, der Schwabes Kurztrip für ein falsches Signal in Zeiten des Lockdowns hält. Ein Facebook-Nutzer schreibt: „Wenn jetzt alle, denen die Decke auf den Kopf fällt, Richtung Schnee fahren würden, hätten wir ein massives Problem.“ Waltrops SPD-Vorsitzender Marcel Mittelbach sagte auf Anfrage, er bewerte Schwabes „private Entscheidung, wo er mit seinen Kindern spazieren geht, nicht.“ Er wisse, dass Schwabe besonnen und reflektiert vorgehe.

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