Ein Blick in die Waltroper Fußgängerzone
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Viel war am Montag nicht los in der Waltroper Fußgängerzone. Und die Regeln fürs Einkaufen waren nach der sogenannten „Notbremse“ der Landesregierung auch von Laden zu Laden ziemlich unterschiedlich.

Corona-Notbremse

Geschäfte auf, Geschäfte zu - was gilt denn nun in der Waltroper Innenstadt?

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
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Die einen dürfen öffnen, die anderen müssen mit ihren Kunden Termine vereinbaren. Spontanes Einkaufen ist zurzeit kompliziert, wie sich auch beim Bummel durch die Fußgängerzone Waltrop zeigte.

Geschäfte dürfen - obwohl der Kreis RE über der 100er-Inzidenz-Grenze liegt - öffnen: Wenn die Rückverfolgbarkeit gegeben ist und der Kunde einen negativen Schnelltest vorlegt. Aber für manchen Laden in der Waltroper Innenstadt gilt doch noch etwas anderes - und manches Geschäft hat zudem noch eigene Wege genommen in der Pandemie.

Basisversorger dürfen eh geöffnet bleiben

Für den Bio-Laden an der Hochstraße etwa gilt, so erklärt Inhaberin Manuela Gringmuth, dass sie öffnen darf - weil ihr Geschäft der Basisversorgung diene, erzählt die Waltroperin. Sie ist heilfroh darüber, dass sie öffnen darf und ihre Kunden den 100 Quadratmeter großen Laden auch betreten dürfen. Gegenüber, beim Kaufhaus „Woolworth“, ist nur eine der zahlreichen Türen geöffnet. Auf einem Schild steht: „Zutritt nur mit negativem Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.“ Nur wenige Kunden bleiben davor stehen, die meisten lesen das Schild und drehen wieder ab.

Erst einen Termin ausmachen, dann shoppen

Ein paar Meter weiter beim Herrenausstatter „Update-Men“ steht an der Scheibe, der Kunde solle anklopfen, man sei vor Ort. Prompt kommt Christian Köster an die Tür, öffnet sie. Doch jeder Besucher muss mit großem Abstand vor der Tür bleiben. „Wer einen negativen Test hat, kann bei mir telefonisch einen Termin ausmachen“, erzählt der Geschäftsinhaber. Doch diese Vorgabe sei doch eher etwas für Kunden der großen Läden wie Centro oder Thier-Galerie. „Aber nicht für so einen Laden in Waltrop“, erzählt Christian Köster. Ihm wäre es lieber, bei den gestiegenen Zahlen noch einmal knallhart dicht zu machen. „Denn wenn wir so weitermachen, dann haben wir unsere Läden noch im Mai noch zu.“

Mobile Schutztheke bei der Bücherinsel Waltrop

Dass die Teststrategie den Einzelhandel kaputt mache, davon ist auch Angelika Tadsen, Inhaberin der Bücherinsel überzeugt. Sie hat wieder ihre mobile Schutztheke in den Eingang gestellt. Per Telefon oder Mail können sich Kunden beraten lassen. Die Bücher können dann vor Ort abgeholt werden oder werden geliefert. Einen besonderen Weg geht die Damenboutique „Bonita“: Im Schaufenster der Filiale in Waltrop stehen „Wundertüten“, kosten 30 Euro und beinhalten Kleidung in den Größen S bis XXL. An der Tür von „Jeans Fritz“ steht, dass die Filiale erst wieder am 18. April öffnet. „Tchibo“ dagegen nur mittwochs und samstags je von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Eine ältere Dame liest sich die Schilder durch. „Wie will man als Kunde da durchsteigen?“

Welche Tests gelten?

In einer Allgemeinverfügung von Samstag (27.3.) hat der Kreis Recklinghausen festgelegt, dass die derzeitigen Öffnungen der Geschäfte etc. beibehalten werden; Voraussetzung ist jedoch, dass Kunden oder Besucher ein tagesaktuelles negatives Testergebnis vorweisen können.

Es zählen nur die Ergebnisse der Schnelltests, die bei einer offiziellen Teststelle durchgeführt wurden. Sogenannte Selbsttests, die mittlerweile bei Drogeriemärkten oder bei Discountern erhältlich sind, zählen nicht.

Die Tests von Pflegekräften zum Beispiel, die wöchentlich von ihrem Arbeitgeber getestet werden, gelten nur dann, wenn dieser auch eine offizielle Teststelle ist.

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