V+E-Mitarbeiter Hubert Vedder bringt an einem Abfalleimer an der Stadthalle Waltrop einen Pfandring an.
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V+E-Mitarbeiter Hubert Vedder brachte am Abfalleimer an der Stadthalle einen Pfandring an. Mit dabei (v.l.) Bürgermeister Marcel Mittelbach, Praktikantin Johanna Pühs und Ideengeberin Lena Jadzinski.

Leergut

Her mit den leeren Bierflaschen und Coladosen: Waltrop hat jetzt Pfandringe

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Im Mülleimer zwischen benutzten Taschentüchern und Pommesschalen herumwühlen auf der Suche nach Pfandflaschen - keine schöne Vorstellung. In Waltrop sollen Pfandringe jetzt Abhilfe schaffen.

Unterwegs ein Kaltgetränk genommen, ist manchem die leere Coladose oder Bierflasche anschließend lästig - und dann landet das Leergut im Mülleimer. Oft fischen Pfandsammler die Flaschen dort wieder heraus. Damit das unwürdige Stochern im Abfall unnötig wird, werden in der Waltroper Innenstadt jetzt an fünf Stellen Sammelringe an oder neben Mülleimern installiert.

In Hamburg gesehen, in Waltrop vorgeschlagen

Das Ganze geht übrigens zurück auf die Idee einer Schülerin der Berufskollegs Ostvest, Lena Jadzinski. Ihr waren solche Pfandringe in Hamburg positiv aufgefallen - als eine kleine Geste für die Bedürftigen, die das Geld brauchen, das andere einfach wegwerfen. Kurze Zeit später wurde ihre Idee im Verwaltungsrat des Ver- und Entsorgungsbetriebs (V+E) diskutiert.

„Waltrop kann es besser machen“

Dabei seien auch die Probleme aus anderen Kommunen auch zur Sprache gekommen: Andernorts sind Pfandringe wieder entfernt worden, weil die Orte verdreckt wurden - oder von vornherein verworfen worden, wie in Recklinghausen. Waltrops Bürgermeister Marcel Mittelbach: „Wir haben uns dennoch dafür entschieden. Waltrop kann es ja besser machen.“ Und Bernd Funke, Chef des Ver- und Entsorgungsbetriebs, ergänzt: „Wir reinigen die Innenstadt ohnehin täglich. Unsere Mitarbeiter werden ein Auge darauf haben.“

Ideengeberin aus Waltrop ist optimistisch

Und auch die Ideengeberin ist zuversichtlich. Das Waltroper Umfeld sei sehr sozial, sagt sie, und: „Leute, die Müll in die Ringe stecken, werfen diesen sonst wahrscheinlich irgendwohin.“ Alle fünf Standorte werden noch mit kleinen Infotafeln versehen. Die Pfandringe haben insgesamt 2000 Euro gekostet.

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