Karl Brocks trainiert Reitschülerin Emily Short und Wallach Bunter Boy.
+
Karl Brocks trainiert Reitschülerin Emily Short und Wallach Bunter Boy.

Karl Brocks im Gespräch

Herpes-Virus: Für Menschen lästig, für Pferde bisweilen eine tödliche Gefahr

  • Christine Horn
    vonChristine Horn
    schließen

Für Menschen ist das Herpes-Virus nervig, aber häufig nur ein Bläschen an der Lippe. Für Pferde kann es aber schlimmer enden, weiß der gebürtige Waltroper Karl Brocks Junior.

Nicht nur die Pferde-Welt erschütterten diese Nachrichten aus Valencia. Dort grassiert in diesem Jahr bei Pferden das Herpes-Virus - und für 14 Vierbeiner endete das bereits tödlich. Im Süden Spaniens finden in den ersten Monaten des Jahres immer mehrwöchige Turniere statt, bei denen sich die Reiter aus Mitteleuropa auf die Freiluftsaison vorbereiten. Reiter und Pferdebesitzer sind jedenfalls angesichts des Herpes-Virus‘ beunruhigt und gewarnt - so wie auch der gebürtige Waltroper Karl Brocks Junior.

Brocks hatte Kontakt zu Kollegen in Valencia

Der Bundestrainer der Ponyreiter betreibt in der Nähe von Osnabrück einen großen Handelsstall. Der 42-Jährige hatte Kontakt zu Hilmar Meyer, der in Valencia Nachwuchsreiter betreute. „Das war richtig schlimm. Er berichtete nach dem Ausbruch des Herpes-Virus’ davon, dass zu viele Pferde erkrankt waren, es aber zu wenige Tierärzte gab. Das Gespräch dauerte nur kurz, er brach in Tränen aus“, berichtet Karl Brocks Junior.

Gesundes Immunsystem kommt klar mit dem Virus

Die Wissenschaft geht davon aus, dass 60 bis 80 Prozent der Pferde das Virus in sich tragen. Ein gesundes Immunsystem kommt damit klar. „Aber wenn gerade jüngere Pferde zehn bis 15 Stunden transportiert werden, auf der Fahrt aber nicht genügend saufen und fressen, dann kann es dazu kommen, dass das Immunsystem runterfährt“, erläutert der Pferdewirtschaftsmeister, der aus Waltrop stammt. Wenn sich dann noch das Virus in die Nervenbahnen zurückzieht und dort vom Immunsystem nicht mehr erreichbar ist, kommt es zu den schweren Krankheitsverläufen, an deren Ende auch der Tod stehen kann. Im Jahr 2019 gab es auch in unseren Breiten bereits Sorgen vor dem Herpes-Virus.

Brocks‘ Pferde sind alle geimpft

Auf der Anlage von Karl Brocks in Wallenhorst bei Osnabrück stehen 45 Pferde. „Sie sind alle geimpft“, sagt der Deutsche Meister der Ponyreiter aus dem Jahr 1994, der mit seiner Frau Annkathrin und seinen Kindern Luisa (8) und Charly (1) auf dem Hof wohnt. Doch auch ihm ist bewusst: Eine Impfung schützt nicht vor einer Infektion. Daher ist Karl Brocks vorsichtig. Sehr vorsichtig: „Von außerhalb kommt im Moment keiner auf den Hof.“

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Coronavirus in Waltrop: Insgesamt sind jetzt 1176 Infektionen gemeldet
Coronavirus in Waltrop: Insgesamt sind jetzt 1176 Infektionen gemeldet
Coronavirus in Waltrop: Insgesamt sind jetzt 1176 Infektionen gemeldet
2000 Euro Schaden verursacht - und weitergefahren
2000 Euro Schaden verursacht - und weitergefahren
2000 Euro Schaden verursacht - und weitergefahren
Musikalische Erinnerung an „Brokken“:  Inzwischen gibt es Video Nummer vier
Musikalische Erinnerung an „Brokken“: Inzwischen gibt es Video Nummer vier
Musikalische Erinnerung an „Brokken“: Inzwischen gibt es Video Nummer vier
Frühstück gibt es für Tunahan Turna derzeit nur bis kurz nach fünf
Frühstück gibt es für Tunahan Turna derzeit nur bis kurz nach fünf
Frühstück gibt es für Tunahan Turna derzeit nur bis kurz nach fünf
Wird es beim Rewe-Markt an der Leveringhäuser Straße eine Parkraumbewirtschaftung geben?
Wird es beim Rewe-Markt an der Leveringhäuser Straße eine Parkraumbewirtschaftung geben?
Wird es beim Rewe-Markt an der Leveringhäuser Straße eine Parkraumbewirtschaftung geben?

Kommentare