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Sind guter Dinge, was die Zukunft angeht: Michael Hohoff (2.v.li.) und seine Mitarbeiter Lisa Scherpel, Christina Markowski und Jörg Zeiler (v.li.).

Waltroper Traditionsbäckerei

Hohoff-Insolvenz: Warum Gutscheine verfallen und was ihre Inhaber noch machen können

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Das Insolvenzverfahren bei der Waltroper Traditionsbäckerei Hohoff ist noch nicht ganz vom Tisch, aber es gibt gute Nachrichten. Der Insolvenzverwalter zieht sich zurück. 

Update, 11. September

Die Insolvenz des Waltroper Traditionsbäckers Hohoff hat Konsequenzen für alle, die noch Gutscheine oder Guthabenkarten des Unternehmens haben. Diese können seit dem 1. September nicht mehr eingelöst werden. Der Hintergrund ist ein rechtlicher. Wer einen Gutschein einlösen möchte, der hat zunächst eine Forderung gegenüber dem Gutscheinaussteller. Diese Forderung darf im Rahmen eines Insolvenzverfahrens nicht mehr bedient werden.

Gutscheine beim Insolvenzverwalter anmelden

Kunden, die dennoch auf den Wert ihres Gutscheines bestehen, haben nur eine Möglichkeit, ihn geltend zu machen: Sie müssen den Gutschein als Forderung beim gerichtlich bestellten Insolvenzverwalter anmelden. Im Falle der Waltroper Bäckerei Hohoff ist das Rechtsanwalt Sebastian Laboga, Massenbergstraße 11, 44787 Bochum.

Lohnt sich das?

Ob sich der Aufwand lohnt, ist laut Verbraucherzentrale jedoch zweifelhaft und hängt vor allem vom Wert des Gutscheins ab. Meist würden derartige Forderungen wegen der geringen Insolvenzmasse ins Leere laufen. Ist doch noch Geld vorhanden, erhalten Verbraucher in der Regel eine entsprechende Quote ausgezahlt.

Was wir zunächst berichteten

Rund drei Monate nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hat der Waltroper Unternehmer Michael Hohoff die Geschäfte seiner Bäckerei und Konditorei wieder selbst in der Hand. Ein erster Schritt zurück zu einem stabilen Geschäftsfundament; „und das Damoklesschwert Insolvenz ist erstmal vom Tisch“, sagt Hohoff. 

Hohoff: Ein Neuaufbau in Eigenregie

Der Waltroper Unternehmer kann nun einen Neuaufbau in Eigenregie angehen - nicht mehr unter fremder Federführung. Denn seit der Insolvenzbekanntmachung hatte der vom Amtsgericht Bochum bestellte Insolvenzverwalter die Entscheidungshoheit in dem Waltroper Familienunternehmen, das insbesondere Wert auf ehrliches Handwerk legt. Keine schöne Situation für Michael Hohoff, und auch nicht für seine Mitarbeiter. „So eine Insolvenz hat für uns alle einen anderen Beigeschmack, wenn man die Entscheidungen wieder selbst treffen kann“, sagt Hohoff.

Das Kerngeschäft "ist kerngesund"

Dass er das Familienunternehmen nun in Eigenregie wieder aufbauen kann, liegt unter anderem an den soliden Geschäftszahlen. „Unser Kerngeschäft ist absolut gesund“, stellt Hohoff fest. Den Betrieb in Gänze zu schließen – auch das wäre eine Option gewesen – kam nicht infrage. „Wir haben eine Verantwortung unseren Mitarbeitern gegenüber und glauben außerdem an das, was wir hier tun“, sagt Michael Hohoff.

Betriebsbedingte Kündigungen gab es trotz Insolvenz laut Hohoff nicht. Auch das „Café Snice“ am Moselbach bleibt neben dem Haupthaus „Am Schacht“ bestehen.

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