Die ehemalige Direktorenvilla der Zeche Waltrop.
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Die ehemalige Direktorenvilla der Zeche Waltrop.

Direktorenvilla in „Ost“

In dieser Villa mit über einem Jahrhundert Geschichte lebten einst die Zechen-Chefs

  • Silvia Seimetz
    vonSilvia Seimetz
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Sie ist ein echter Hingucker in Waltrop-Ost, die alten Direktorenvilla, in der einst die Bergwerks-Chefs residierten. Aber was wird nun aus dem geschichtsträchtigen Gebäude?

Waltrops Bergbau-Geschichte ist lange passé. Doch viele Gebäude erinnern noch heute an diesen Teil der Vergangenheit in unserer Stadt. Dazu gehört die ehemalige Direktoren-Villa. Nachdem die AWO die benachbarte Berginspektion 2016 hatte abreißen lassen, war auch die Sorge um das einstige Wohnhaus der Bergwerksdirektoren groß. Doch der heutige Eigentümer, der anonym bleiben möchte, hat gute Nachrichten: „Wir stellen Planungen an, um das Objekt ins Jahr 2021 zu befördern.“

Renovierung des Hauses in Waltrop-Ost ist ein Mammutprojekt

So repräsentativ und wertvoll das Haus für die Waltroper (Bergbau-)Geschichte ist: Die Renovierung ist ein Mammutprojekt.Der Eigentümer will die Wohnungen und das Umfeld der Villa erhalten. Vorgesehen sei eine „Kernsanierung, damit das Haus noch in 100 Jahren steht“. Und mehr als ein Jahrhundert hat die Villa auch schon „auf dem Buckel“. 1906 baute die Königlich-Preußische Berginspektion Waltrop in der „Alten Kolonie“ nicht nur Häuser für die Bergleute, sondern errichtete für die Direktoren der neuen Zeche Waltrop ebenfalls ein Domizil. Die hohen Herren und ihre Familien waren angesehen, dementsprechend feudal residierten sie in der Jugendstilvilla mit Park, Grotte, Tee- und Badehaus inmitten des Zechenwaldes.

Eine Aufnahme aus längst vergangenen Zeiten: So sah die Werkstatt der ehemaligen Direktorenvilla aus.

Ende des Zweiten Weltkriegs zogen Ortskommandanten der US-amerikanischen Armee in die Direktorenvilla im Zechenbusch, bevor ab 1974 dort mit Herbert Pallenberg der letzte Bergwerksdirektor wohnte. Ihm bot man das Gebäude auch zum Kauf an, doch erworben hat es schließlich ein anderer bekannter Waltroper: Reinhold Mittelstädt, Jahrgang 1916, Bauunternehmer und SPD-Bürgermeister ab 1964. Mittelstädt starb 1987, eine Erbengemeinschaft übernahm das Anwesen. Dort wechselten seitdem die Bewohner.

Einen ausführlichen Bericht über die Direktorenvilla an der Dortmunder Straße in der Nachbarschaft des neuen AWO-Seniorenzentrums lesen Sie am Dienstag (9.3.) in der gedruckten Ausgabe der Waltroper Zeitung und im ePaper.

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