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Eichenprozessionsspinner haben auch in Waltrop Ärzte auf Trab gehalten. 

Mediziner berichten

Jetzt gingen doch einige Waltroper wegen der "Spinner" zum Arzt

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Vor einiger Zeit hieß es von Waltroper Ärzten noch: Patienten, die wegen der Eichenprozessionsspinner in die Praxen gekommen seien, habe man nicht zu verzeichnen. Das änderte sich...

Dr. Franz-Hubert Tenbrock berichtet, dass sich die Insekten eine Woche später verpuppt hätten und sich dann gleich sechs Patienten an einem Tag mit den Symptomen gemeldet hätten. Es folgten zwei oder drei weitere Fälle, dann sei es wieder ruhig geworden. Manchmal sei es auch schwer, zu unterscheiden, ob der Patient Kontakt mit einem einzelnen Härchen hatte, oder ob es sich lediglich um einen Mückenstich handelt. Dr. Georg Friemann berichtet von „vielen“ Fällen. Vor allem Spaziergänger am Kanal seien betroffen gewesen. Diesen Patienten hat Dr. Friemann cortison-haltige Cremes aufgeschrieben, um den starken Juckreiz zu lindern. Er hat beobachtet, dass die Zahl derer, die sich mit Symptomen melden, jetzt – auch bedingt durch den Regen – abnimmt. 

Eichenprozessionsspinner in Waltrop: Auch Tiere sind betroffen

Doch auch Tiere, beispielsweise Hunde, können unter dem Kontakt mit giftigen Brennhaaren leiden. Die Tierärztliche Praxis für Kleintiere von Dr. Annemarie Leps und Dr. Bettina Eifler meldet einige Fälle. Woher die Symptome wirklich kommen, könne nicht mit Sicherheit gesagt werden. Aber einige Tiere haben schon Augenprobleme gezeigt. Über solche Fälle berichtet dieAugenklinik in Münster auch beim Menschen.

Meldungen aus Waltrop sind abgearbeitet

Bei der Stadt Waltrop seien mittlerweile alle Meldungen der Bürger über Nester mit Eichenprozessionsspinnern abgearbeitet, berichtet Michaela Heßelmann, Fachfrau für Stadtgrün bei der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung hat Fremdfirmen mit der Bekämpfung beauftragt. Michaela Heßelmann schätzt, dass die Kosten im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der vermehrten Fälle etwa doppelt so hoch sein werden. V+E sowie Ordnungsdienst und Stadtentwicklungs-Abteilung wollen zusammen überlegen, wie mit dem Problem im kommenden Jahr umgegangen wird. Denn: Wenn es im Winter und Frühjahr nicht richtig kalt wird, ist damit zu rechnen, dass die Spinner weiterhin ihr Unwesen treiben werden. „Das ist eine große Herausforderung für alle Kommunen“, sagt Michaela Heßelmann. In Waltrop bedeuteten die Eichenprozessionsspinner viel Arbeit für den V+E, denn die Mitarbeiter sammelten die Meldungen, schauten sich die Fälle an und vergaben Prioritäten. Die Stadtverwaltung will im kommenden Jahr versuchen, die Last auf mehr Schultern zu verteilen.

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