Das "Schlauchlining"-Verfahren wird bei der anstehenden Kanalsanierung angewendet.
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Das "Schlauchlining"-Verfahren wird bei der anstehenden Kanalsanierung angewendet.

Mittwoch geht es los

Kanalsanierung in der Innenstadt, ohne die Straße aufzureißen: So geht's!

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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100 Jahre hat die Kanalisation unter der Hochstraße sicher schon auf dem Buckel. Zeit, sie zu sanieren. Dafür muss aber nicht die komplette Straße aufgerissen werden.

  • Die Rohre sind immerhin noch in einem so guten Zustand, dass man sie per Schlauchliner-Verfahren erneuern kann. 
  • Das hat bekanntlich den Vorteil, dass nicht die komplette Straße aufgerissen werden muss, sondern man kann „minimalinvasiv“ vorgehen – in geschlossener Bauweise, wie die Bau-Fachleute sagen. 
  • Am Mittwoch beginnen vorbereitende Arbeiten. 

So funktioniert das Verfahren: Am Anfang und am Ende des zu sanierenden Abschnitts wird ein Loch gegraben und dann eine Art Schlauch ins bestehende Kanalrohr eingezogen. Betroffen ist bei den Arbeiten in Waltrop der Abschnitt zwischen der Einmündung Mühlenstraße und der Münsterstraße (Rathaus-Kreuzung), außerdem eine Kanalhaltung – also ein Verbindungsstück eines Abwasserkanals zwischen zwei Schächten – in der Große-Geist-Straße. Die Firma Diringer & Scheidel aus Gelsenkirchen werde die Arbeiten ausführen, teilt Frank Friedrich vom Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) Waltrop mit. 

Fräs-Roboter ist im Einsatz

Am Mittwoch, 15. Juli, beginnen die vorbereitenden Arbeiten. Dann beseitigt zunächst ein Fräs-Roboter Ablagerungen und Hindernisse in den Kanälen. Die Glasfaser-Schlauchliner werden in der Zeit vom 20. bis 30. Juli eingebaut – und zwar nachts (19 bis 5 Uhr). Dazu habe man sich entschlossen, weil die Hochstraße ja doch eine wichtige Verkehrsachse sei, so Frank Friedrich. Auch bei der Sanierung an der Lehm- und an der Brockenscheidter Straße habe man schon Nachtarbeit eingesetzt. Zurück zur jetzigen Baustelle: Hätte man tagsüber die Arbeiten ausführen wollen, hätte man eine provisorische Ampel errichten müssen – das hätte den Verkehr erheblich beeinträchtigt. „Alle während der Nachtarbeit eingesetzten Maschinen und Geräte entsprechen den gültigen Lärmschutzvorschriften“, versichert Frank Friedrich. Die entsprechende Nachtarbeitsgenehmigung liege vor.

Lärm lässt sich nicht ganz vermeiden

Dennoch: Ganz ausbleiben wird der Lärm nicht. Und: Immer wieder wird es in der Zeit von morgen bis etwa 30. September zeitlich begrenzt Halteverbotszonen und halbseitige Fahrbahnsperrungen geben. In Einmündungsbereichen werden teilweise auch geänderte Fahrtrichtungen vorgegeben. Wichtig ist allerdings für die Bauzeiten-Planung, dass das Wetter mitspielt. „Bei Regen ist der Einbau der Schlauchliner zu riskant“, sagt Frank Friedrich. Ist der Schlauch einmal eingezogen und die „Lichterkette“ installiert – die Glasfaser-Schläuche werden meist mittels UV-Licht ausgehärtet –, müsse dringend trockenes Wetter sein. Ist die Kanalsanierung erledigt, hat man eine Weile Ruhe. Frank Friedrich: „Es entstehen neuwertige Kanäle mit einer zu erwartenden mindestens 50 Jahren.“

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