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Wolfgang Brautmeier, Kämmerer der Stadt Waltrop.

Kämmerer begründet

Waltrop kann es sich nicht leisten, mehr Flüchtlinge als nötig aufzunehmen

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Die evangelische Kirche möchte, dass auch die Stadt Waltrop über die Pflichtquote hinaus "sicherer Hafen" für aus Seenot gerettete Flüchtlinge wird. Waltrops Kämmerer sagt: Das geht nicht.

Wolfgang Brautmeier, Kämmerer der Stadt Waltrop, kennt zahlreiche Beispiele für Projekte und Anliegen, die aus seiner Sicht unzweifelhaft richtig und sinnvoll wären, die sich die Stadt aber schlicht finanziell nicht leisten könne. Neuestes Beispiel: Waltrop als „sicherer Hafen“ für aus Seenot gerettete Flüchtlinge.

Waltrops Kämmerer meldet Zweifel an

Die „sicheren Häfen“ bieten ihre Hilfe an, indem sie bereit sind, die geretteten Flüchtlinge über Quoten hinaus aufzunehmen. Das wünscht sich der evangelische Kirchenkreis auch von "seinen" Städten. „Wenn die Menschen gerecht nach einem Schlüssel zugeteilt werden, ist das für die einzelnen Städte doch auch keine große Belastung“, sagt dazu Pfarrer Christian Hüging, Flüchtlingsbeauftragter des Kirchenkreises. Doch genau da hat Brautmeier Zweifel. 

Städte bleiben auf Kosten sitzen

Schließlich müsste die Stadt für Menschen, die zusätzlich kommen, selbst aufkommen. Dafür fehle schlicht das Geld. Zumal die Finanzierung der Flüchtlingsaufgaben ohnehin schon schwierig sei. Fast immer bleiben Städte - auch Waltrop - auf einem Teil der Kosten sitzen. 

Dennoch gibt es auch in Waltrop Netzwerke, die Flüchtlingen helfen - so wie die "Seebrücke". Die Initiative machte unter anderem mit Schmäh-Plakaten an der St.-Peter-Kirche auf die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer aufmerksam. 

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