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Eine Gruppe von Gesamtschülern fährt jedes Jahr zum Skifahren nach Osttirol. Hier ein Bild aus dem Jahr 2017.  

Schulen auf Reisen

Auf Klassenfahrt in die Ferne schweifen? Das sagen Waltrops Schulleiterinnen

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  • Markus Weßling
    Markus Weßling
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Shanghai, Melbourne, Rio: Das waren gemäß einer Stichprobe Klassenfahrts-Ziele in Hamburg. Wie ist das in Waltrop? Nach welchen Kriterien werden hier Schulfahrten geplant?

  • Klassenfahrten dienen in Waltrop vor allem dem Gemeinschafts-Gefühl
  • Die Planer schauen auf die Kosten und die Klimabelastung 
  • Auch im Oberbergischen kann man jede Menge Spaß haben

Die Zeiten, in denen Klassenfahrten von Schulen in die nächstgelegene Jugendherberge führten und man in knarzenden Doppelstock-Betten übernachtete – sie scheinen vielerorts vorbei. Shanghai, Melbourne, selbst Rio waren zuletzt Ziele von Klassenfahrten Hamburger Oberschüler. Solche Fernreisen als Klassenfahrt gibt es in Waltrop nicht – wenngleich das Reiseprogramm vielfältig ist. 

Waltroper Skifahrt mit schuleigenem Equipment

An der Gesamtschule Waltrop beispielsweise steht jetzt die Skifahrt an. Allerdings ist das keine Klassenfahrt im eigentlichen Sinne, sondern eine Angebotsfahrt. Dass sich die Kosten fürs Vergnügen im Schnee in Grenzen halten, dafür sorgt der bestens ausgestattete eigene Skikeller der Gesamtschule. Zu den regulären Fahrten zählen die im sechsten, achten und zehnten Jahrgang, in Stufe 11 und 13. Die Schulkonferenz fest, wie teuer die Fahrten maximal werden dürfen: In Stufe 6 200 Euro, bei den Achtern 250 Euro, im Jahrgang 10 280 und bei den 13ern 350 Euro. Die Schulkonferenz werde aber in Kürze darüber beraten, die Höchstgrenzen etwas anzuheben, so Ulrike Waterkamp - überall stiegen ja die Kosten.

Waltrops THG hat Spaß im Oberbergischen

Das Theodor-Heuss-Gymnasium hatte indes Spaß im Oberbergischen. Schulleiterin Sonja Leukefeld findet, das sei ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht in die große, weite Welt fliegen muss, um in der Schulgemeinschaft eine gute Zeit zu haben. Die gesamte Schule war anlässlich des 50-jährigen Schuljubiläums im Sommer nach Waldbröl gereist - 579 Schüler und 32 Lehrer. Es gehe bei Klassenfahrten um die Stärkung der Gemeinschaft und nicht darum, möglichst weit weg zu fahren, sagt die Schulleiterin. 

Kosten- und umweltbewusste Reise-Planung

Und dann gibt es ja auch den Umweltaspekt: Lisa Dahlhues, Chefin der Realschule Waltrop, bekennt, dass im nächsten Jahr ausnahmsweise eine Flugreise ansteht, wo man bisher mit dem Bus unterwegs war: Die bilinguale Neuner-Klasse (Deutsch/Englisch), die sonst mit dem Bus nach London fährt, fliegt in die irische Hauptstadt Dublin. „Das ist wegen der Planungs-Ungewissheit wegen des Brexit so gekommen“, sagt sie. Ansonsten aber wird auch an der Realschule kosten- und umweltbewusst geplant. Die Jüngsten bleiben mit ihrer Klassenfahrt in der Umgebung, und der Bus fährt zweimal: Er setzt erst die eine Klasse ab, fährt dann zurück zur Schule und bringt die nächste Klasse zum Zielort – eine sparsame Variante.

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