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Klimaschutz - ein eigenes Schulfach?

Diskussion im Ostvest

Klimawandel als Schulfach - sollen wir es machen wie die Italiener?

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  • Fabian Hollenhorst
    Fabian Hollenhorst
  • Jörg Müller
    Jörg Müller
  • Markus Weßling
    Markus Weßling

Die Mehrheit der Deutschen findet die Idee laut Umfrage gut: Kilimawandel als Schulfach. Doch was sagen die Menschen bei uns? Wir haben nachgefragt. 

  • Italien führt "Klimawandel und nachhaltige Entwicklung" bald als Schulfach ein
  • Auch eine Mehrheit der Deutschen fände das gut
  • Doch es gibt auch Argumente dagegen

Das Vorbild Italiens findet eine Mehrheit der Deutschen nachahmenswert: 52,1 Prozent der Befragten sprachen sich in einerrepräsentativen Umfrage des Instituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen dafür aus, dass das Fach „Klimawandel und nachhaltige Entwicklung“ künftig auch auf deutschen Stundenplänen steht. Rund jeder Dritte lehnt den Vorschlag ab, der Rest ist unentschieden. Klar in ihrer Meinung sind unsere Gesprächspartner aus dem Ostvest.

Das sagt die Schulleiterin des Waltroper Gymnasiums

Am Theodor-Heuss-Gymnasium in Waltrop sei der Klimawandel längst im Unterricht und auch anderen Bereichen angekommen, betont Schulleiterin Sonja Leukefeld. Ob Essensverpflegung, Mülltrennung oder auch die neue Bienen-AG – „Nachhaltigkeit ist ein großes, fächerübergreifendes Thema an unserer Schule“. Und das sei wichtig, um das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu schärfen. Klimaschutz als Unterrichtsfach ist für die THG-Direktorin jedoch keine Lösung für ein gesamtgesellschaftliches Defizit: „Im Alltag bin doch auch nicht eine Stunde nachhaltig und höre dann wieder damit auf.“ 

Oer-Erkenschwick/Datteln: Das sagt ein ehemaliger Schulleiter

Auch Ralf Rieder (70) aus Oer-Erkenschwick, Kulturschaffender, viele Jahre am Willy-Brandt-Gymnasium der Stimbergstadt und als Direktor des Dattelner Comenius-Gymnasiums tätig, ist gegen ein eigenständiges Unterrichtsfach: „Das Thema Klimawandel und -schutz muss Teil nahezu aller Unterrichtsfächer sein. Das gilt nach meiner Auffassung sogar für Fächer wie Religion und Kunst. Zumal die Schüler sich für Klimathemen besonders interessieren.“

Das sagt ein Vertreter der Umweltinitiative für Datteln

Carsten Majewski von der Umweltinitiative für Datteln findet es wichtig, dass Klimaschutz in der Schule einen höheren Stellenwert bekommt, „vielleicht nicht unbedingt als Unterrichtsfach, aber eine oder mehrere Projektwochen dazu wären sehr sinnvoll. Am besten werden die Eltern auch direkt eingeladen“, sagt er. Bei einem Unterrichtsfach könnte aus Majewskis Sicht schnell Langeweile einkehren. Eine Projektwoche würde hingegen eher dazu motivieren, sich auch privat mit dem Klimaschutz auseinander zu setzen.

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