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"Gibt es jetzt nichts Wichtigeres, als Knöllchen zu verteilen?", fragen sich einige Waltroper in diesen Zeiten.

Ordnungsamt

Knöllchen-Schreiben in der Corona-Krise: "Muss das sein?", fragen Bürger

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Die Sorgen sind groß genug in Zeiten, in denen das Coronavirus grassiert. Muss es sein, dass nun noch Knöllchen geschrieben werden, fragen Bürger. Ein Gespräch mit dem Ordnungsamt.

  • Angesichts der schweren Zeiten fragen sich Bürger, ob Knöllchen gerade noch so wichtig sind
  • Das Waltroper Ordnungsamt muss momentan auch viele andere Aufgaben schultern
  • Die Überwachung des Betretungs- und Versammlungsverbots gehört dazu

Unmut regt sich in der Bürgerschaft: Ob das denn sein müsse, angesichts der heftigen Corona-Lage auch noch Knöllchen zu schreiben, war die Fragestellung. Adressat der Beschwerden, die auch unsere Redaktion erreichten, war das Ordnungsamt. Bürgermeisterin Nicole Moenikes zeigte auf WZ-Nachfrage Verständnis dafür. 

Waltroper Ordnungsamt hat einen Sack voll Arbeit

Dass das Ordnungsamt in nächster Zeit wohl kaum noch die Kapazitäten hat, den Verkehrsraum konsequent zu überwachen, wird nach einem Gespräch mit Martin Voskort deutlich, der bei der Stadtverwaltung zuständig ist für die Bereiche Sicherheit und Ordnung. Er schildert, mit welchen Aufgaben es seine Mitarbeiter gerade zu tun haben. In erster Linie sind das die ständig neuen Erlasse des Landes, die Voskort einen Sack voll Arbeit bescheren. „Das alles durchzusetzen, ist jetzt absolut vorrangig für uns“, schildert er. 

Gewerbetreibende haben viele Fragen

Bei all den Vorgaben der Landesregierung gebe es nämlich jede Menge Detailfragen, die von oberster Stelle nicht geregelt wurden. Gefragt sind dann die Ordnungsämter der Städte. Besonders Gewerbetreibende brauchen Rat: Wer darf noch öffnen, wer nicht? Wie lange? 

Einhaltung des Versammlungsverbots überwachen 

Selbst nachlesen und nachfragen – das ist auch für Martin Voskort und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurzeit angesagt, zumal sich die Lage ständig ändert. Weil man dann auch noch überprüfen muss, ob Geschäftsleute alle Hygienevorschriften einhalten und ob Bürger sich an die diversen Betretungs- und Versammlungsverbote halten, ist die Verkehrsüberwachung ein Thema, das in nächster Zeit weitestgehend hintenüber fallen wird.

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