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In Oberwiese hofft man auf schnelles Internet.

Bürger-Information 

Lahmes Internet in Oberwiese - so könnte eine Lösung für die Anwohner aussehen 

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In Oberwiese ist die Internetgeschwindigkeit unterirdisch. Das liegt an einer Regelungslücke im Ausbau-Förderprogramm.  Wie jetzt eine Lösung aussehen könnte.  

Rund 80 Bürger haben jetzt im griechischen Restaurant Papachristos am Hebewerk an einer Informationsveranstaltung zum Breitband-Ausbau in ihrer Nachbarschaft teilgenommen. Bekanntlich sehen sich die Oberwieser vom schnellen Internet abgehängt. Wegen einer Regelungslücke sind sie im laufenden Förderprogramm nicht bedacht worden, mit dem die „weißen Flecken“ im Kreis von der Internet-Landkarte getilgt werden. „Weiße Flecken“, das sind Adressen mit weniger als 30 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit. In Oberwiese kann man von solchen Dimensionen ohnehin nur träumen, kam aber beim Förderprogramm trotzdem nicht zum Zug. 

Mindest-Beteiligungsquote: 80 Prozent 

Grund: Ein Unternehmen hatte in einem sogenannten Markt-Erkundungsverfahren seine Absicht bekundet, ohnehin dort ausbauen zu wollen. Damit fiel die Gegend aus der Förderung heraus. Ärgerlich nur: Das Unternehmen zog diesen Plan wieder zurück, es gab aber keine Handhabe, die Oberwieser Nachbarschaft noch in die Förderung aufzunehmen. Die angedachte Lösung heißt nun: eigenwirtschaftlicher Ausbau durch das Unternehmen Gelsen-Net. Darauf lässt sich das Unternehmen aber nur ein, wenn ein Großteil der betroffenen Anwohner mitmacht. Bei der Versammlung wurde deutlich: Das Unternehmen braucht eine Beteiligungquote von 80 Prozent. Das sind bei 124 betroffenen Wohneinheiten 100 Haushalte, die sich beteiligen müssten, damit die Sache realisiert wird. Bis zum 31. Dezember muss diese Quote erreicht sein. Pro Haushalt läge der Baukostenzuschuss bei 2000 Euro. Der wäre allerdings erst im Jahr 2021 fällig. 

Waltroper Wirtschaftsförderer rät: Chance nutzen 

Der städtische Wirtschaftsförderer Burkhard Tiessen wirbt ebenso wie Bürgermeisterin Nicole Moenikes dringend dafür, dass die Bürger das Angebot annehmen und auch bei ihren Nachbarn dafür Klinken putzen. „Es wird jedenfalls einstweilen kein weiteres Förderprogramm geben“, betont Tiessen. Natürlich seien die Oberwieser im Nachteil gegenüber jenen, die im Zuge des aus Bundes- und Landesmitteln geförderten Breitband-Ausbaus das schnelle Internet quasi geschenkt bekämen, räumt Tiessen ein. Er macht aber noch einmal deutlich, dass die Oberwieser mit einem Schlag von der Kriech-auf die Überholspur in Sachen Internet wechseln würden. Bisher haben sie eine durchschnittliche Download-Geschwindigkeit von mickrigen 2,3 Mbit/Sekunde. Künftig würde die Geschwindigkeit noch einmal deutlich über der liegen, die beim geförderten Ausbau erreicht wird. 

Waltroper Förderprogramm-Ausbau läuft

Unterdessen hat der Breitband-Ausbau im Zuge des Förderprogramms in Waltrop begonnen. So wurde Anfang der Woche die Kanalstraße „aufgeschlitzt“, um dort Glasfaserkabel legen zu können. Auch an den Schulen sollen bald die Arbeiten beginnen. Abgeschlossen sein sollen das ganze Projekt Mitte 2021.

Auch in Nachbarstädten wie Oer-Erkenschwick ist die digitale Zukunft ein großes Thema

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