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Weit verteilt saßen die Waltroper Ratsmitglieder in der Stadthalle bei der ersten Ratssitzung in Corona-Zeiten.

In der Stadthalle

So lief die Sitzung des Waltroper Stadtrats unter Corona-Bedingungen

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Der Waltroper Stadtrat hat erstmals in Corona-Zeiten getagt und zog dazu um in die Stadthalle. Dabei wurde quasi im Minutentakt die Hand gehoben, aber auch diskutiert.

  • Die Ratssitzung fand diesmal in der Stadthalle statt, um den notwendigen Abstand zu halten
  • Ausschweifende Diskussionen blieben weitgehend aus
  • Einige Entscheidungen waren zuvor per Dringlichkeitsbeschluss gefallen, die Ratsmitglieder waren nun aufgerufen, diese zu bestätigen

Eineinhalb bis zwei Meter Abstand sind das Gebot der Stunde - im großen Sitzungssaal des Rathauses Waltrop ist das aber kaum einzuhalten. Der Stadtrat zog daher um in die Stadthalle. Mehr als 20 Punkte hatte allein der öffentliche Teil der Tagesordnung, doch die Anwesenden zogen die Sache relativ flugs und weitgehend ohne ausschweifende Diskussionen und Schlagabtausche durch. In der Stadthalle standen im großen Saal die Tische weit auseinandergezogen, so dass der zurzeit vorgeschriebene Sicherheitsabstand gewährleistet war. Auch Bürgermeisterin Nicole Moenikes, die die Sitzung leitete, und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung saßen weit getrennt voneinander.

Dringlichkeitsentscheidungen mussten bestätigt werden

Viele Entscheidungen waren vorab schon per Dringlichkeitsbeschluss gefällt worden - etwa über die Stellplatzsatzung oder die ausgesetzten Beiträge für Kinderbetreuung. Das Instrument des Dringlichkeitsbeschlusses wird angewandt, wenn Entscheidungen keinen Aufschub dulden und zwischenzeitlich der Stadtrat nicht zu einer offiziellen Sitzung zusammenkommt. Die Fraktionsvorsitzenden waren in diesem Falle einzeln ins Rathaus Waltrop gekommen. In der jetzigen Ratssitzung mussten die Beschlüsse bestätigt werden. Das geschah auch in den meisten Fällen, so dass die Hände zur Abstimmung bisweilen im Minutentakt gehoben wurden. Nur hier und da gab es einen Einwand, eine Nachfrage oder Anmerkung.

Über "Bürger des Jahres"-Verfahren wird diskutiert

Länger diskutiert wurde allerdings, als es um das Procedere zur Entscheidung über den "Bürger des Jahres" ging. In den vergangenen Jahren hatte es bisweilen Unstimmigkeiten gegeben. Grüne, SPD, Waltroper Aufbruch und Linke hatten nun beantragt, dass man festlegen solle, wann die Entscheidung getroffen wird und welche Kriterien angelegt werden. Im vergangenen Jahr war Detlef "Didi" Pourie "Bürger des Jahres" geworden.

Im Vorfeld der Ratssitzung hatte es indes Diskussionen darüber gegeben, ob die Sitzung ins Internet übertragen werden sollte.

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