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Patrick Born (links) und Daniel Junker verteilten am Samstag Visiere aus dem 3-D-Drucker am Schiffshebewerk-Museum in Waltrop.

Aktion am Hebewerk-Museum

Maker vs. Virus: Nicht quasseln oder klagen, sondern machen - Gesichtsvisiere zum Beispiel

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  • Frank Gehrmann
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Die Corona-Krise macht auch kreativ. Die Mitwirkenden der Initiative "Maker vs. Virus" zum Beispiel. Die kamen am Samstag zum Hebewerk - mit Schutzschilden der besonderen Art.   

  • Die Initiative "Maker vs. Virus" ist deutschlandweit aktiv und stellt unter anderem Schutzschilde fürs Gesicht her
  • Jetzt waren Vertreter in Waltrop am Schiffshebewerk-Museum zu Gast
  • Rund 100 Schutzschilde gaben sie gegen Spende oder - an medizinisches Personal - kostenlos ab

Die Coronakrise lähmt viele Menschen in ihrem Tun, viele aber werden erfinderisch und "machen" einfach. So wie die Initiative "Maker vs. Virus", auf Deutsch etwa: "Macher gegen das Virus". Die Ehrenamtler von verschiedenen Untergruppen von "Maker vs. Virus" kamen jetzt mit einem ganzen Stapel von Gesichtsvisieren zum Schiffshebewerk-Museum und verteilten die Schutzschilde. Medizinisches Personal bekam sie kostenlos, alle anderen wurden um eine Spende gebeten.

Schutzvisiere am Hebewerk Waltrop verteilt

Die "Maker vs. Virus" wollen in der Corona-Krise Menschen und Organisationen, die dringend Schutz brauchen, mit entsprechenden Produkten versorgen. In ganz Deutschland gibt es Standorte, auch in Recklinghausen oder in Bochum. In Bochum haben Prof. Dr. Uwe Dettmer von der Technischen Hochschule Georg Agricola (THGA) und sein wissenschaftlicher Mitarbeiter Marcel Witting ein eigenes kleines Druckzentrum aufgebaut. Denn im 3-D-Drucker entstehen zum Beispiel die Halterungen für Gesichtsvisiere: Plastikfolien, die man am Kopf befestig. Zehn 3-D-Drucker laufen an der THGA und zwei weitere im Deutschen Bergbau-Museum Bochum 24 Stunden an sieben Tagen die Woche auf Hochtouren, teilt die Initiative mit, die auch sogenannte "Surgical Mask Straps" herstellt. Die verlängern Gummibänder einer normalen Schutzmaske, was vom Tragekomfort her besser ist. 

Gesichtsvisiere aus dem 3-D-Drucker hat die die Initiative "Maker vs. Virus" vor dem LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop gegen eine Spende abgegeben. 

Für die Aktion am Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop - das Museum ist übrigens seit knapp zwei Wochen wieder geöffnet - haben sich mehrere "Maker vs Virus"-Gruppen aus dem Ruhrgebiet zusammengeschlossen und stellten ihre Arbeit vor. Arne Schuch und seine Kollegen hatten nach zwei Stunden etwa 60 Masken verteilt; insgesamt wurden es im Laufe des Tages knapp 100. Das erbetene Spendengeld fließe direkt wieder in die Aktion, erklärt Martin Jentsch von „Maker vs. Virus“. Unter anderem wird Filament – das ist das Material für den 3-D-Drucker – davon gekauft. 

Visier ersetzt Mund-Nasen-Schutz leider nicht

Ein Wermutstropfen für manchen, der am Hebewerk ein Visier abholte: Das Kunststoff-Schild entbindet nicht von der Maskenpflicht. Arne Schuch erläutert. „In NRW ist das Tragen des Mund-Nasenschutzes Pflicht. Unsere Maske schützt die Augen und kann zusätzlich getragen werden.“ "Maker"-Mitarbeiter Patrick Born bestätigt, dass viele Anfragen über das Internet dahin gingen, ob dadurch die Stoffmaske ersetzt werden können. 

Kommendes Wochenende ist die Initiative „Maker vs. Virus“, die auch am Bergbaumuseum in Bochum schon eine Verteilaktion organisiert hatte, im Landschaftspark Duisburg-Nord mit einer Aktion vertreten, erklärt Martin Jentsch.

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