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Ein Bilder aus einer Zeit (1983), in der die Fußgängerzone und ihre Geschäfte in der Regel noch richtig gut besucht waren. Allerdings sieht man auch: Gestalterisch hat sich 40 Jahre später nicht viel verändert.

Gestaltungswettbewerb

Der Masterplan im Wahlkampfjahr: Es geht um ein Update der Fußgängerzone

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Beim Vergleich der Fußgängerzone heute mit Bildern von vor 40 Jahren fällt auf: Viel hat sich nicht getan. Ein Update täte gut. Bald soll das in Angriff genommen werden.  

Die Fußgängerzone war einst das Herzstück der Stadt. Mit viel Charme und schnuckeligen Geschäften. Doch die Zeiten, in denen sich ein kleiner CD- und Schallplattenladen an der Rösterstraße halten konnte, sind vorbei.

Innenstadt-Sterben - kein Waltroper Einzelschicksal

Mit den alteingesessenen, inhabergeführten Geschäften hat sich auch die Kundschaft aus der Fußgängerzone zurückgezogen, was sich meist nur bei Stadtfesten merklich ändert. Kein Waltroper Einzelschicksal, aber irgendwie hat man sich in den vergangenen 20 Jahren doch auch seinem Schicksal ergeben. Das soll sich im kommenden Jahr ändern. Wie Bürgermeisterin Nicole Moenikes erzählt, plane man im Rathaus gerade einen Gestaltungswettbewerb, um wieder Schwung in die Stadt zu bringen. Anrollen wird der ausgerechnet im Kommunalwahl-Jahr 2020. „Vielleicht hilft das ja“, scherzt Moenikes bei aller Ernsthaftigkeit.

So sieht's heute aus in der unteren Fußgängerzone. Kein großer Unterschied zu 1983.

Aufenthaltsqualität erhöhen

So gehe es für die Stadtverwaltung in erster Linie darum, die Fußgängerzone neu zu gestalten und damit die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Neue Möblierung, „vielleicht ein Wasserspielplatz für Kinder“, sagt Moenikes. Eine Idee, die freilich nicht neu ist und schon einmal diskutiert wurde. Diese Art von Veränderungen sind es, die die Stadtverwaltung steuern kann. An dem Angebot und Engagement der Einzelhändler – freilich von großer Bedeutung – kann man im Rathaus aber auch nicht viel beeinflussen.

Autofreundliche Fußgängerzone?

Auf den Tisch könnten im Zuge der Umgestaltung dann auch Themen kommen, die in den vergangenen Jahren schon mal behandelt wurden. Allerdings eher halbherzig als zielstrebig. Was ist mit einem Fahrradstreifen in der Fußgängerzone? Oder gar einer teilweisen Freigabe für den Autoverkehr? „Das wurde ja alles mal irgendwie besprochen, ist aber nie in einen Masterplan gemündet“, sagt auch Moenikes, die allerdings betont: „Ich stehe dazu, dass die Fußgängerzone nicht befahren werden soll.“ 

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