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Während die Kinder (v.l.) Moritz (10), Franziska (16), Johannes (14) und Luise (6) die Aufgaben erledigen, assistieren Vater Thomas und Mutter Angelika Neuleben.

Unterricht in der Corona-Krise

Mathe, Geschichte, das ABC lernen: Die Küche wird jeden Morgen zum Klassenraum

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Vormittags bei Familie Neuleben: Während die vier Kinder ihre Schulaufgaben erledigen, assistieren ihnen Vater Thomas und Mutter Angelika. Unterricht in Zeiten von Corona.

  • 3530 Kinder und Jugendliche aus Waltrop haben derzeit keine Schule.
  • Sie erledigen daheim die Aufgaben, die ihnen die Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stellen.
  • Wir haben aus gebotener Distanz einen Unterrichtsmorgen bei Familie Neuleben in Waltrop beobachtet.

Thomas Neuleben ist Kantor von St. Peter, seine Frau Angelika die Musikerin der evangelischen Gemeinde. Da Gottesdienste und Chorproben auf Eis liegen, sind die Eltern viel zu Hause, haben den Vormittag zur gemeinsamen Schulzeit für die ganze Familie erklärt. „Am Anfang mussten wir uns alle daran gewöhnen“, gesteht Angelika Neuleben. Bisweilen sei das vorgegebene Pensum der Lehrer sehr umfangreich gewesen, „aber es war ja für uns alle neu“. Mittlerweile habe es sich doch gut eingespielt.

Ägypter treffen auf Osterhasen

Für die beiden Jüngsten wird die große Wohnküche zum Klassenzimmer. Sie besuchen die Waldorfschule in Herne: Moritz die fünfte, Luise die erste Klasse. Der Vater liest dem Zehnjährigen die Aufgaben vor, die der Lehrer an diesem Morgen per E-Mail geschickt hat. Es geht um das alte Ägypten. Moritz soll den vorgegebenen Text im Geschichtsbuch lesen und darüber „nachsinnieren“. Die Mutter druckt fleißig Material für die Kleinste aus. Silbenlesen findet Luise (6) super, Schreiben nicht so toll. Da malt sie lieber den von der Lehrerin angeforderten Osterhasen auf das Arbeitsblatt.

Die Großen büffeln in ihren Zimmer 

Die Großen lernen allein in ihren Zimmern. Johannes besucht die neunte Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums. Der 14-Jährige vermisst weniger den Unterricht, dafür aber die Freunde, den Sport und die Musik. Aber weil die Zeit irgendwie sinnvoll vergehen muss, setzt er sich freiwillig an den Schreibtisch: „Die Aufgaben bekommen wir meistens per E-Mail, der Mathelehrer lädt sie in die Cloud hoch“, erklärt Johannes. Ohne Internet und Co. würde die Schule daheim nicht funktionieren.

„Wir werden gut beschäftigt“

Auch Franziska wird per E-Mail mit Unterrichtsstoff versorgt. „Wir werden gut beschäftigt“, meint die 16-Jährige. Für manche Fächer gab es ein Pensum für zwei Wochen, andere Lehrer schicken Aufgaben mit einer „Deadline“ zu. Franziska bleibt am Ball: „Auch wenn es jetzt keine Zensuren gibt, so startet doch nach den Osterferien der neue Klausurenblock.“ Darauf will die Oberstufenschülerin der Gesamtschule Waltrop gut vorbereitet sein. 

Den kompletten Bericht lesen Sie am Dienstag, 31. März, im e-Paper und der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

  • Nicht überall läuft das Familienleben so gut wie bei den Neulebens. Corona sorgt für privaten Stress.
  • Die Gesamtschule Waltrop bekam in der Corona-Krise diese gute Nachricht.
  • Waltrop in der Corona-Krise: Unser Liveticker hält Sie auf dem Laufenden

Abiturienten grüßen aus dem Homeoffice

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