Das AWO-Seniorenzentrum "Alte Berginspektion" im Waltroper Osten ist jetzt offiziell eröffnet worden. 
+
Das AWO-Seniorenzentrum "Alte Berginspektion" im Waltroper Osten ist jetzt offiziell eröffnet worden. 

Seniorenzentrum

15 Millionen Euro, knapp vier Jahre Bauzeit: Jetzt ist sie da, die neue "Alte Berginspektion"

  • Martin Behr
    vonMartin Behr
    schließen

Was lange währt, wird endlich gut: Das neue Seniorenzentrum "Alte Berginspektion" im Waltroper Osten ist eröffnet. Erste Eindrücke und ein Rückblick auf schwere Zeiten.

  • Das AWO-Seniorenzentrum "Alte Berginspektion" an der Dortmunder Straße in Waltrop ist eröffnet
  • Die Planungs- und Bauphase war von vielen Schwierigkeiten gekennzeichnet.
  • Investiert wurden 15 Mio. Euro, 80 Einzelzimmer gibt es in dem 4000-Quadratmeter-Komplex

Schon im Jahr 2010 gab es in Waltrop erste Pläne, das damalige Käthe-Engelhaupt-Seniorenzentrum der AWO zu sanieren. 2013 war klar: Eine Sanierung lohnt sich nicht, ein Neubau muss her. Der ist jetzt nach vollendet - erste Bewohner zogen in dieser Woche in die "Alte Berginspektion" ein. Bis es so weit war und der repräsentative, schmucke Bau eröffnet werden konnte, war es allerdings ein bisweilen steiniger Weg.

Waltroper Bürger kämpften für den Erhalt

Denn in der Bevölkerung regte sich Widerstand gegen den Abriss, der Heimatverein initiierte eine Unterschriften-Sammlung: Sie wollten das Gebäude, in dem einstmals Waltroper Zechen-Geschicke gelenkt wurden, erhalten. Der Kompromiss schließlich: Den Namen "Alte Berginspektion" hat die AWO als Hommage an die Bergbau-Tradition erhalten. Und: Die Eingangspforte findet sich nachgebildet an dem Neubau wieder; das fand so auch das Wohlwollen des Heimatvereins.  

Die ersten drei Bewohner haben einen Großteil ihres Lebens in Waltrop verbracht, jetzt sind sie in die „Alte Berginspektion“ eingezogen: Waltraud Böhm (Vordergrund, Mitte), Walter Pankratz (sitzend, li.) und Giesela Lücke (re.). Einrichtungsleiter ist Thomas Zarske (hinten, re.).  

Ein Wasserschaden und weitere Probleme machten den Bauherren von der AWO später das Leben schwer. Aber jetzt! Die ersten drei Bewohner sind drin, haben die erste Nacht gut geschlafen und fühlen sich "schonmal sehr gut aufgenommen", wie sie gut gelaunt erklärten. 80 Einzelzimmer hat der 4000-Quadratmeter-Komplex insgesamt. Die Baukosten beliefen sich auf rund 15 Millionen Euro. 17 Pflege- und Betreuungskräfte sind zurzeit in der neuen "Alten Berginspektion" im Waltroper Osten tätig. Bis zu 30 Bewohner könne man mit dieser Anzahl versorgen, sagt Einrichtungsleiter Thomas Zarske. Später werden hier 29 „Voll-Pflegekräfte“ beschäftigt sein.

Corona-Vorschriften werden streng befolgt

Eine Herausforderung sind derzeit die Corona-Beschränkungen: Einziehen darf nur, wer einen aktuellen negativen Test vorweist. Jeder, der die Einrichtung betritt, muss durch eine "Hygiene-Schleuse": Fieber messen, Mundschutz auf, Hände desinfizieren, Kontaktdaten hinterlegen, Fragen zum Gesundheitszustand beantworten. Das gilt für Mitarbeiter genauso wie für Bewohner und Besucher. Denn einen Corona-Fall in den eigenen vier Wänden wäre in dem sensiblen Bereich der Seniorenpflege und -betreuung eine Katastrophe. 

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Tickets, Bier und Gästefans: DFL stellt Plan zur Rückkehr der Fans ins Stadion vor
Tickets, Bier und Gästefans: DFL stellt Plan zur Rückkehr der Fans ins Stadion vor
Horror-Begegnung in Gelsenkirchen-Buer: Clown springt mit Messer aus Gebüsch und bedroht 26-Jährigen
Horror-Begegnung in Gelsenkirchen-Buer: Clown springt mit Messer aus Gebüsch und bedroht 26-Jährigen
Wetter am Wochenende: Es ist weiter heiß - Risiko für Hitzegewitter steigt deutlich
Wetter am Wochenende: Es ist weiter heiß - Risiko für Hitzegewitter steigt deutlich
Demo gegen Corona-Beschränkungen in Dortmund: 2800 Teilnehmer
Demo gegen Corona-Beschränkungen in Dortmund: 2800 Teilnehmer
Schalke Transfer-Ticker: Bundesligist wohl neuer Favorit im Werben um Weston McKennie
Schalke Transfer-Ticker: Bundesligist wohl neuer Favorit im Werben um Weston McKennie

Kommentare