Eine neue Attraktion im Park: die Bike-Bahn.
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Eine neue Attraktion im Park: die Bike-Bahn.

CDU und SPD behaken sich 

Moselbachpark: Wer schmückt sich mit fremden Federn?

  • Markus Weßling
    vonMarkus Weßling
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Wem ist es zu verdanken, dass die Umgestaltung des Moselbachparks so gut gelungen ist? Die großen Parteien reklamieren das jeweils zum Großteil für sich. Zurecht? 

  • Die SPD postet ein Video aus dem Park
  • Die CDU antwortet prompt
  • Wer schmückt sich mit fremden Federn?

Die SPD hat ein Video in sozialen Medien veröffentlicht. Darin zu sehen: Waltroper Ratskandidatinnen und -kandidaten, die durch den Park laufen und die Umgestaltung loben: die neu befestigten Wege, die Gastronomie, die Bike-Bahn, die neue Beleuchtung, die den Bürgern des Nachts die Angst nimmt. Ohne dass es direkt angesprochen wird, so ist doch die Botschaft: Ein Erfolg der Genossen!

Die Replik der CDU ließ nicht lange auf sich warten. Auf ihrer Facebook-Seite steht, da schmücke sich jemand mit fremden Federn. Parteipolitisch neutral heißt es zunächst, der Moselbachpark sei „mit Vorschlägen der Bürger und Parteien gestaltet“ worden. Dann aber: „Von der Frauenunion kamen die Empfehlung zu den ,dunklen Bereichen’.“ Die CDU habe „sorgfältig geplant, um die Förderung zu optimieren“, heißt es, „und mit Unterstützung der gesamten Politik unter der Federführung von Bürgermeisterin Moenikes das Ganze Wirklichkeit werden zu lassen“. Das gelte für den gerade erstelltenBike-Park und mehr noch für die „super genutzte“Moselbach-Alm. Fazit: „Mit fremden Federn schmücken bringt nichts außer Spot und Häme!“ 

Waltroper "Alm" war keine Grünen-Idee

Nein, die angesprochene „Alm“ sei auch nicht ihre Idee gewesen, sagt Grünen-Fraktionsvorsitzende Monya Buß. Sie habe damals andere Vorstellungen für eine Gastronomie im Park gehabt, aber man müsse anerkennen, dass das nun umgesetzte Konzept gut laufe. Aber ansonsten bestätigt sie auf Anfrage unserer Redaktion, dass es die Grünen waren, die sich ursprünglich für die Park-Umgestaltung stark gemacht haben. Die SPD mit ihrem damaligen Fraktionschef Dominik Schad stieg mit ins Boot. 

Fördergeld kam gerade recht

Es habe eine Liste mit Ideen gegeben, was man alles tun könnte, um den Park attraktiver zu machen. Schon im Sommer 2017 wurden da eine bessere Beleuchtung und die Bike-Bahn genannt. Klar sei aber gewesen: Mit den jährlich 50.000 Euro, die dafür auf Grünen-/SPD-Antrag im Haushalt vorgesehen wurden, hätte man das alleine nie umsetzen können. Da kam die Möglichkeit, Fördergeld zu beantragen, gerade recht. Aber: Dass dieser Antrag Erfolg hatte, verdanke sich eben auch der Tatsache, dass man als Ergebnis der Bürger-Ideen-Werkstatt schon ein gutes Konzept gehabt habe. Ein großes Lob hat Monya Buß in diesem Zusammenhang für Michaela Heßelmann, engagierte Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Auch die Diskussion um die Bebauung des Park-Randes mit dem Edeka-Markt habe Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt, sagt Monya Buß. Auch hier hatten sich die Grünen hervorgetan.

Auch im Edeka-Markt in Waltrop kam es während der Hoch-Zeit der Corona-Pandemie vermehrt zu Hamsterkäufen.

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