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Ein Bild vom Neujahrsempfang der CDU Waltrop in der Stadthalle: Parteichef Ludger Finke.

Wer übernimmt Bundesvorsitz?

Nach "AKKs" Abschiedsankündigung: Drei Waltroper CDU-Funktionäre äußern sich

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Annegret Kramp-Karrenbauer will sich zurückziehen von ihrem Amt als CDU-Bundesvorsitzende und auch nicht als Kanzler-Kandidatin antreten. Was hält man in der Waltroper CDU davon?

Diese Entscheidung hat für ein politisches Beben gesorgt: Annegret Kramp-Karrenbauer wird ihren Hut nicht als Kanzler-Kandidatin in den Ring werfen. Zudem plant sie ihren Rückzug als CDU-Bundesvorsitzende.  

  • Nach den Ereignissen in Thüringen sei der Schritt zu erwarten gewesen, sagt CDU-Stadtverbands-Vorsitzender Ludger Finke, der den Autoritätsverlust von Annegret Kramp-Karrenbauer aber auch in diversen anderen Aktionen begründet sieht. Er habe schon bei der Wahl im Dezember 2018 befürchtet, dass „AKK“ nicht die Akzeptanz in der Partei haben würde wie Angela Merkel, sagt Finke. Aber natürlich stehe Kramp-Karrenbauer auch im Schatten einer sehr großen Frau, so Finke. Er hatte seinerzeit Friedrich Merz favorisiert, der auch jetzt wieder als Kandidat für den Partei-Vorsitz gehandelt wird. 

Waltroper Ratsfrau meldet sich zu Wort

  • Auch Cordula Janusch, Beisitzerin im CDU-Stadtverband und Ratsfrau, war seinerzeit eher für Merz. Und: Sie habe es für einen Fehler gehalten, dass Kramp-Karrenbauer zugleich die Position der Verteidigungs-Ministerin bekleidet. Den Schritt der CDU-Bundesvorsitzenden, den sie mit großem Respekt betrachtet, empfinde sie jetzt indes als „sehr gradlinig“. Kramp-Karrenbauer habe das Signal gesetzt, dass sie weder mit Rechten noch mit Linken eine Koalition eingehen oder anderswie in Verbindung treten wolle. Dafür werde sie selbst auch in Waltrop immer einstehen, sagte Cordula Janusch. 

Friedrich Merz scheint Favorit zu sein

  • Auch Tobias Schülken, stellvertretender Stadtverbands-Vorsitzender und Ratsvertreter der CDU Waltrop, äußerte sich auf WZ-Nachfrage zu Annegret Kramp-Karrenbauers Entscheidung: Ihr Rückzug – „nach vielen vermeidbaren Fehlern in den vergangenen Tagen“ – verdiene Respekt und zeige Verantwortungsbewusstsein. Schülken meint: „Es braucht jetzt eine Führungspersönlichkeit in der CDU, die deutlich macht, dass Christdemokraten niemals mit Extremisten, weder von rechts noch von links, gemeinsame Sache machen und der die Menschen auch das Amt des Bundeskanzlers zutrauen.“ Diese Person sei für viele Friedrich Merz.

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