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Symbolbild Bundesgerichtshof

Bohrloch-Einbrecher fechtet Urteil an

Der nächste "Waltroper Fall" wird bald am Bundesgerichtshof verhandelt

Mit Hilfe einer Bohrmaschine war er in Häuser in Waltrop eingebrochen und dafür vom Landgericht zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Nun hat der Serientäter das Urteil angefochten.

Das Urteil gegen den zweiten „Bohrloch-Einbrecher von Waltrop“ ist noch nicht das letzte Wort. Der Serieneinbrecher wehrt sich gegen seine Bestrafung und hat Revision eingelegt – damit wird der Fall demnächst eine Angelegenheit für den Bundesgerichtshof (BGH).

Zwölf Einbrüche gestanden

Wie berichtet, hatte das Bochumer Landgericht den 41-Jährigen am 7. Juni 2019 zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte hatte im Prozess zwölf Einbruchscoups eingeräumt. Laut Geständnis war er bis zum Januar 2016 gemeinsam mit einem bereits im Juni 2017 ebenfalls zu viereinhalb Jahren Haft verurteilten Komplizen siebenmal in Waltrop, dreimal in Lünen-Brambauer und dazu noch jeweils einmal in Seelitz und Rochlitz (beides in Sachsen) in Wohnhäuser eingestiegen. Die Beute bestand überwiegend aus Bargeld, Luxusuhren, Notebooks, Kameras und Handys und Schmuck.

Einbrecher hatte stets Kokain konsumiert

In seinem Geständnis hatte der 41-Jährige auch erklärt, vor den Einbruchscoups stets Kokain konsumiert zu haben. Auch die Beute sei immer für den Erwerb neuer Drogen draufgegangen. Obwohl ein Sachverständiger eine parallele Einweisung in eine Entziehungsanstalt befürwortet hatte, war im Urteil davon abgesehen worden. Durch das Einlegen der Revision ist das Bochumer Urteil nicht rechtskräftig. Mit einem Ergebnis beim BGH ist wohl frühestens Ende 2019 zu rechnen.

In einem weiteren Prozess wird gegen den Todesfahrer von Recklinghausen wegen Mordes ermittelt. Am zweiten Prozesstag wurden brisante Enthüllungen bekannt. 

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