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An der Waltroper Hebewerk-Brücke gibt es wieder eine Verzögerung.

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Brücken-Freigabe nicht im September: Warum der Firma nicht gekündigt wird 

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    Markus Weßling
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Wieder Verzögerungen auf der Pannen-Baustelle Hebewerk-Brücke. Die Arbeiten werden doch nicht im September fertig.  Doch der ausführenden Firma wird nicht gekündigt. Warum nicht?

Das  Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Duisburg-Meiderich wird trotz der neuerlichen Verzögerung den Vertrag mit der ausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Stahlbau Magdeburg/Wilhelm Scheidt nicht kündigen. Dass es diese Möglichkeit gebe, hatten Vertreter des WSA bei einer Bürgerversammlung im Rathaus Ende Mai erklärt. Die Generaldirektion, die den Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern übergeordnet ist, hatte die Erlaubnis gegeben, der ARGE zu kündigen, sollte diese nicht so arbeiten wie vereinbart. Auf WZ-Nachfrage erklärt Oliver Jaswetz, warum man diesen Weg nicht geht.

 In Waltrop würde es noch länger dauern

Denn er würde nach Einschätzung des WSA noch viel länger dauern als das, was jetzt noch an Bauarbeiten an der Pannen-Brücke erledigt werden muss. Würde man den Vertrag jetzt kündigen, müsse eine Einspruchsfrist der anderen Seite abgewartet werden, dann hätten wiederum die Rechtsanwälte Zeit für Stellungnahmen. „Zwei bis drei Monate würde das dauern, bis die Kündigung durch ist“, schätzt Jaswetz. Und dann müsste man auch noch ein Unternehmen finden, was jetzt einspringt, und das sei auch nicht soeinfach, schildert Jaswetz. Hinzu kommt, dass man sich dann im Zeitraum November, Dezember, Januar befindet, der für derlei Bauarbeiten auch nicht gerade ideal ist. Jaswetz schätzt, dass über all dies ein weiteres Jahr ins Land gehen würde. Unterm Strich: Es ist einfacher, durchzuziehen mit dem jetzigen Unternehmen.

Das hatten wir zuvor berichtet: 

Der Grund für die neuerliche Verzögerung laut WSA:  Rohrdurchführungen in der Kammerwand der Widerlager der Brücke müssen nicht, wie geplant, nur angepasst, sondern ersetzt werden.  Dafür müssen je zwei acht Tonnen schwere Betonblöcke, einer je Widerlager, herausgenommen werden. 

Umgesetzt wird das Anfang September. Wegen der zusätzlichen Arbeiten und weil die Unternehmen, die sie umsetzen sollen, nicht ohne Weiteres verfügbar sind, wird es nun nichts mit dem geplanten Termin im September. 

Hebebrücke in Waltrop: Noch keine Festlegung

Der aktuelle Plan sieht vor, dass es Mitte November endlich so weit sein könnte - aber auch das ist nur eine vorläufige Angabe. Im Moment wird geschaut, wann die Folgearbeiten ausgeführt werden können. Nähere Aussagen zum Zeitplan könne man Anfang September treffen, schreibt das WSA.   

Derzeit laufen laut WSA Arbeiten an der Übergangskonstruktion, die in der 35. Kalenderwoche abgeschlossen sein sollen. Die Korrosionsschutzarbeiten auf dem Überbau haben begonnen. Außerdem läuft der Gerüstaufbau, um den Korrosionsschutz unterhalb des Brückenüberbaus aufzutragen.

Anwohner in Datteln und Waltrop sauer

Die Brücken-Freigabe hat sich immer wieder verschoben - sehr zum Ärger der Anwohnerund Geschäftsleute. Inzwischen gab es bereits zweimal einen "Brückentag", mit dem auf die Situation in Oberwiese aufmerksam gemacht wurde. Bei mehreren Versammlungen machten Bürger ihrem Frust außerdem Luft.

Im Kreis Recklinghausen könnte es am Montagabend zu starken Gewittern kommen. Der Deutsche Wetterdienst warnt

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