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Das Allwetterbad vermissen viele Waltroper.

Falsch verstanden?

Diskussion zum Standort Allwetterbad: Grünen-Duktus stößt Kämmerer sauer auf

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  • Markus Weßling
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Lange schon wird überlegt, wie es mit dem Standort des ehemaligen Allwetter-Bades an der Riphausstraße weitergehen soll. Jetzt soll eine neue Idee geprüft werden. 

  • An den Standort könnte (sozialer) Wohnungsbau entstehen - und eine neue Kita
  • Der Kita-Bedarf ist ungebrochen
  • Was wird aus der Kleiderkammer?

Update 23.12., 15.05 Uhr:

Die Waltroper Grünen haben sich zu Wort gemeldet. Sie kritisieren, dass die Kleiderkammer der Flüchtlingshilfe nicht in der Vorlage für die Sitzung erwähnt wurde. Die Kleiderkammer ist seit Anfang 2016 in den Räumen des Allwetterbades untergekommen, lagert dort Kleider- und andere Spenden und gibt sie an regelmäßigen Terminen an Flüchtlinge aus.

Kleiderkammer wäre "gegebenenfalls bereit, umzuziehen"

Man begrüße die Pläne einer Kita und des sozialen Wohnungsbaus, aber die Kleiderkammer müsse berücksichtigt und einbezogen werden, fand Beate Stach, Ratsmitglied der Grünen-Fraktion. Speziell ein Satz in der Anfrage der Grünen erregte auch den Unmut des Kämmerers: „Falls die Verwaltung ein (ähnliches) Objekt zur kostenlosen Nutzung anbieten kann und auch einen Umzug unterstützen kann, dann wäre die Kleiderkammer gegebenenfalls bereit, umzuziehen.“

Buß fühlt Satz falsch verstanden

Wolfgang Brautmeier betonte, dass es sich doch wohl um ein Grundstück und Gebäude der Stadt handele, das der Flüchtlingshilfe unentgeltlich zur Verfügung gestellt werde. Die Diktion dieser Passage in der Grünen-Anfrage habe ihn sehr verwundert. Monya Buß (Grüne) erklärte, dass der Satz anders gemeint gewesen sei, als ihn viele verstanden hatten: Falls es einen alternativen Standort für die Kleiderkammer gibt, könne sich die Flüchtlingshilfe vorstellen umzuziehen und weiterzumachen.

Was wir zunächst berichteten (19.12.):

Bereits seit Jahren gibt es Versuche, mit dem 2007 geschlossenen Allwetterbad etwas Neues anzufangen. Jetzt steht das Thema wieder einmal auf der Tagesordnung im Stadtrat. In seiner letzten Sitzung des Jahres (17.30 Uhr, Ratssaal) geht es heute um einen Vorschlag, der in der jüngsten Sitzung der Gesellschafterversammlung der Waltroper Vermögensgesellschaft (WVG) diskutiert wurde: das Grundstück für den (sozialen) Wohnungsbau zu nutzen. Laut den Unterlagen für die Ratssitzung hat Bürgermeisterin Nicole Moenikes zusätzlich vorgeschlagen, im Erdgeschoss eventuell eine Kindertagesstätte einzurichten. Denn der Bedarf an Betreuungsplätzen in Waltrop ist weiterhin ungebrochen und wird sich eher noch verstärken. 

Weitere Kitas sind nötig

Im Frühsommer sind gerade die Kinder in die neue Kita an der Schillerstraße gezogen, derzeit laufen die Planungen für eine weitere Einrichtung nahe dem ehemaligen Waldstadion. Doch auch das wird nicht reichen; eine weitere Einrichtung – dann Nummer 15 in Waltrop – wird nötig. Freilich steht man noch ganz am Anfang der Überlegungen und so soll der Stadtrat zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr tun, als sein Okay für eine Prüfung der Vorschläge zu geben. Und geprüft werden muss eine Menge – einerseits, was das vorhandene Grundstück selbst betrifft, andererseits, was die fachlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer Kita an diesem Standort angeht. 

Viele Aspekte sind zu prüfen

Als Aspekte, die man sich anschauen will, nennt die Stadtverwaltung die Grundstücksgröße, eine mögliche Teilung des Grundstücks, die Frage der Stellplätze, Immissions- und Brandschutz, die Nutzung des angrenzenden Hallen- und Freibades – und natürlich die möglicheFinanzierung: Liefe das über die Stadt, die WVG oder gibt es einen Dritten als Investor? Vor Jahren gab es bereits mal einen Investor, der interessiert war. Damals ging es aber nicht um sozialen Wohnungsbau und eine Kita, sondern um eine Saunalandschaft (siehe Chronik). Ein Ergebnis soll deshalb zügig vorliegen, weil man sich dringend über einen anderen Kita-Standort Gedanken machen müsste, wenn es am Allwetterbad nicht klappt. Denn der Bedarf ist da, wie die jüngste Bautätigkeit zeigt. 

Moenikes: Mit Kleiderkammer-Team schon gesprochen

Zurzeit nutzt die Kleiderkammer der Flüchtlingshilfe die Räume des ehemaligen Allwetterbades. Es habe aber bereits Gespräche mit dem Kleiderkammer-Team gegeben, so die Bürgermeisterin. Man werde eine Lösung finden, falls ein Umzug nötig werden sollte. Noch stehe aber gar nichts fest – es gehe nur um einen Prüf-Auftrag, nichts weiter.

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