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Das Waldstadion-Areal soll bebaut werden.

Neubaugebiet

"Normale" Fernwärme? Fürs Waldstadion-Areal hat die SPD eine andere Idee

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Fernwärme - das kennt man als Möglichkeit der Energieversorgung.  Aber SPD-Fraktionsvorsitzender Detlev Dick bringt fürs Waldstadion eine Option ins Spiel, die er für besser hält.

  • Das Waldstation-Areal soll bekanntlich bebaut werden
  • Es wird sich um relativ dichte Bebauung handeln
  • Da eignet sich ein "zukuftsweisendes Heizsystem" besonders gut, sagt die SPD.

    Die SPD bringt für das neue Baugebiet Waldstadion eine Energieversorgung mit so genannter kalter Fernwärme ins Spiel. „Wir haben uns mit der Energieversorgung für das Gebiet intensiver beschäftigt und sind der Meinung, dass sich bei dieser Neubausiedlung mit einer relativ dichten Bebauung die so genannte kalte Fernwärme als ein zukunftsweisendes Heizsystem anbietet“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Genossen im Rat, Detlev Dick, in einem Antrag.

    Waltrop: Wie funktioniert „kalte Fernwärme“?

    Dabei wird Energie aus dem Grundwasser mit einer Temperatur von zehn Grad entnommen. Es weist niedrige Umweltwärme auf, wodurch geringe bis keine Wärmeverluste entstehen. Brunnen dienen als Entnahmequelle für das Grundwasser. Über eine unterirdisch verlegte Rohrleitung wird das Grundwasser zu den einzelnen Häusern transportiert. Hier werden Wärmepumpen installiert, die daraus Heizwärme und Warmwasser erzeugen. Dick: „An heißen Tagen könnte somit das Gebäude sogar gekühlt werden.“ Das Grundwasser wird dann über so genannte Schluckbrunnen wieder in den Untergrund geleitet. Für die Aufbereitung und Verteilung des Grundwassers gibt es unterschiedliche Systeme. „Das optimale muss für das Baugebiet im Einzelfall geprüft werden. Es handelt sich hierbei um eine hocheffiziente Heiztechnik ohne Wärmeverluste“, fasst Dick zusammen. Konventionelle Fern- und Nahwärmenetze, die mit hohen Temperaturen in Erdleitungen die Kunden versorgen, sind der Standard. Der Nachteil aus Dicks Sicht: Sie sind relativ teuer und haben Wärmeverluste. „Dies ist bei der kalten Fernwärme nicht der Fall. Hier wird eine Leitung gelegt, die nicht gedämmt werden muss. Derartig innovative Netze werden gefördert. Für die Machbarkeitsstudie und die Realisierung gibt es Fördertöpfe“, hat Dick herausgefunden.

    Waltrop: Mit den Stadtwerken schon gesprochen

    Auf Nachfrage sagte er, er habe die Idee bereits mit der Stadterke-Waltrop-Geschäftsführung besprochen und sei auf offene Ohren gestoßen. Er bittet nun die Stadtverwaltung, mit den Stadtwerken zusammen die Versorgung des Neubaugebietes mit kalter Fernwärme intensiv zu prüfen und die Ergebnisse im Stadtentwicklungsausschuss und im Stadrtat vorzustellen. „Waltrop wäre somit in der Lage dort CO2- neutral Wärme und sogar Kälte anzubieten.“

Der Klimawandel steht im Zusammenhang mit den Regeln zur Bebauung des Waldstations.

Kürzlich mussten am Waldstation Bäume weichen. Leser wurden misstrauisch. Es hatte aber alles seine Ordnung. 

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