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Julia Anoushs Ensemble war an der Bauchtanzshow "Orient Express" im Majestic-Theater Waltrop beteiligt.

Majestic-Theater

Glitzernde Gewänder, arabische Musik und nackte Haut: Ist das hier der Orient?

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Es glitzert, man sieht nackte Haut, die Musik klingt fremd und rhythmisch zugleich. Warum sich der Abend im Waltroper Majestic-Theater wie im Orient anfühlte.

Nanu – ist das noch Waltrop oder schon der Orient? Das mag sich mancher der gut 60 Gäste im „Majestic“ gedacht haben. In dem Theater an der Riphausstraße, das seit Mai 2017 als einer der Waltroper Kultur-Orte gilt, hatten Monya Buß, auch bekannt als Grünen-Politikerin, und ihr Vater Albert Buß den Abend mit dem Titel  "Orient Express" organisiert.

Orient-Abend in Waltrop als Hommage an Mama

„Eine Hommage an Mama“ sollte der Abend werden, hatte Monya Buß angekündigt. Ihre Mutter Sonja starb 2011. Auch ohne diese gekannt zu haben, kann man klar feststellen: Die Mama hätte ihre Freude gehabt. Ihre Freude beispielsweise am traumhaften Rausch in Türkis, der gleich zu Beginn auf der Bühne stattfand. 

Fächer-Schleiertanz und ägyptische Musik in Waltrop

Julia Anoush und ihr Ensemble legten einen Fächer-Schleiertanz auf die Bühne, der die Zuschauer wie auf einer Welle davontrug. Fast etwas eng wurde es im immer, wenn Julia Anoushs Tänzerinnen, aber auch die um Cilli Laboua daherwirbelten. Aber sie meisterten das spielerisch. Mit Sternanis, orientalischen Leuchten und bunten Tüchern war das „Majestic“ dekoriert. 

Monya Buß tanzte selbst auch mit bei der orientalischen Nacht im Majestic-Theater.

Das war eine passende Kulisse auch für die Solo-Auftritte. Etwa von Monya Buß selbst, die zum Beispiel zu einem temporeichen Stück des ägyptischen Sängers Abdel Halim Hafez die hohe Kunst des orientalischen Tanzes darbot. Bisweilen wirkte es, als würde ihr Körper von unsichtbaren Fäden mal hierhin, mal dorthin gezogen. 

Albert Buß hat nicht nur eigens Bauchtanz-Stücke komponiert, sondern musizierte auch selbst beim Orient-Express-Abend.

Auf der Trommel begleitete sie ihr Vater. Der hat auch einige Bauchtanz-Stücke. So gab es auf der Tanzbühne auch einen irren schwarz-roten Farbenwirbel, als im Flamenco-Stil gekleidete Tänzerinnen zu „Al Andalus“ auftraten. Nein, orientalischer Tanz ist nicht nur ein bisschen Hüftwackeln und Schmuck-Klimpern. Wie viel Aufwand – allein beim Umschminken, Umkleiden, Umfrisieren zwischendurch – in dem Abend steckte, das ließ sich bestenfalls erahnen.

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