Goldschmuck
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Goldschmuck und wertvolle Uhren gehörten zu der Palette dessen, was bei der Veranstaltung begutachtet und angekauft werden sollte.

"Bares für Wahres"

Ordnungsamt löst Goldankauf-Veranstaltung auf: Warum das Event illegal war 

  • Tamina Forytta
    vonTamina Forytta
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Von Montag bis Samstag wollten die Veranstalter in Waltrop Goldschmuck, Pelze und mehr ankaufen. Doch daraus wurde nichts. Das Ordnungsamt trat auf den Plan.

  • Das Ordnungsamt Waltrop hat am Montag (3. August) eine Veranstaltung untersagt, bei der Gold- und Silberschmuck sowie Pelze begutachtet und angekauft werden sollten. 
  • Es fehlte eine Erlaubnis.
  • Laut Gewerbeordnung ist der Ankauf von Edelmetallen bei dieser Art von Event nicht gestattet.

Eigentlich hätten sie noch bis Samstag täglich Gold- und Silberschmuck, Alt- und Zahngold, Münzen, Pelze und Teppiche ankaufen wollen, die Veranstalter, die unter der Überschrift "Bares für Wahres" mit Flyern für dieses Event im Hotel am Park warben. Doch dann stand das Ordnungsamt auf der Matte und untersagte das Ganze. 

Anbieter hatten keine Reisegewerbekarte

Martin Voskort, Ordnungsamts-Chef der Stadt Waltrop, klärt auf: Die Anbieter hätten zum einen keine Reisegewerbekarte gehabt. Eine solche Erlaubnis braucht, wer außerhalb von festen Geschäftsräumen gewerbliche Tätigkeiten ausüben möchte. Hinzu kommt, so Voskort weiter, dass diese Art von Veranstaltung nicht unter das fällt, was innerhalb des Reisegewerbes erlaubt ist. In der Gewerbeordnung ist notiert, dass zu den im Reisegewerbe verbotenen Tätigkeiten auch „der Ankauf von Edelmetallen (Gold, Silber, Platin und Platinbeimetallen)“ fällt. 

Beratung und Begutachtung in Waltrop 

Die Polizei hatte das Ordnungsamt, das in Corona-Zeiten viele zusätzliche Aufgaben zu erledigen hat, über die Veranstaltung informiert, so Martin Voskort. Auch in Castrop-Rauxel sei eine ähnliche Veranstaltung kürzlich untersagt worden. Vor Ort in Waltrop hätten die Veranstalter noch erklärt, es gehe ja nur um Begutachtung und Beratung, doch aus dem Flyer gehe eindeutig hervor, dass es auch ums Ankaufen gehe. Bis zu 53 Euro pro Gramm Gold würden gezahlt, heißt es auf dem Flyer. 

Vor einigen Jahren hatte es in Waltrop Schwierigkeiten mit "Kaffeefahrten" gegeben - auch diese Art von Veranstaltung ist nicht zulässig.

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