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Der obligatorische erste Spatenstich ist vollzogen, auch wenn die Arbeiten schon seit einigen Wochen laufen.

15-Mio.-Euro-Projekt

Alte Berginspektion lebt im neuen Seniorenzentrum weiter

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Waltrop - Die AWO investiert 15 Mio. Euro in ein neues Seniorenzentrum, das nicht nur mit seinem künftigen Namen an die Zechengeschichte erinnert - sehr zur Freude des Heimatvereins. Am Mittwoch erfolgte der obligatorische erste Spatenstich.

Bernhard Heckmann ist zufrieden. „Dass der Neubau jetzt die Eingangsfront der Alten Berginspektion bekommt und auch den Namen trägt, das begrüßen wir sehr“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins. Auch er war gestern Mittag an die Dortmunder Straße gekommen, wo die AWO als Bauherr zum obligatorischen ersten Spatenstich für das 15-Millionen-Euro-Projekt geladen hatte.

Seniorenzentrum „Alte Berginspektion“ wird es heißen – eine Hommage an die Königlich-Preußische Berginspektion, in der einst Bau und Betrieb der Zeche Waltrop koordiniert wurden. Weil das alte Gemäuer in einem derart schlechten Zustand war und eine Kernsanierung zu teuer gewesen wäre, musste es dem Neubau weichen. Im November 2016 kam der Abrissbagger. Der Protest war zu diesem Zeitpunkt groß, weil viele Waltroper die Berginspektion gerne erhalten gesehen hätten. Der Heimatverein sammelte gar 1145 Unterschriften gegen den Abriss. Am Ende setzte sich die AWO mit ihrem Plan durch.

AWO macht Zugeständnisse

An die „vielen und oftmals auch kontroversen Diskussionen mit dem Heimatverein“ erinnerte im Rahmen des Spatenstiches gestern auch AWO-Bezirksgeschäftsführer Uwe Hildebrandt. Ihn freue es sehr, am Ende doch noch eine Lösung gefunden zu haben, mit der das Flair der Alten Berginspektion erhalten werden kann. Denn die AWO machte hier weitreichende Zugeständnisse, um die Waltroper Zechengeschichte in Ehren zu halten. So wird das Eingangsportal der Alten Berginspektion rekonstruiert und auf die Wand der Fluchttreppen versetzt. Die originalen Türen und Geländer werden wieder eingebaut, die typischen Ornamente der Berginspektion nachgebildet. „Damit sind wir sehr zufrieden“, betont Bernhard Heckmann im Namen der Heimatfreunde, unter denen viele ehemalige Bergleute sind.

Zu den Fakten:

In dem neuen Seniorenzentrum werden 80 Menschen Platz finden. Jedem einzelnen Bewohner, sagt Uwe Hildebrandt, werden 55 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Insgesamt 15 Mio. Euro investiert die AWO in den Standort Dortmunder Straße (ehemals Käthe-Engelhaupt-Zentrum). Dabei fließt ein Millionenbetrag auch in den Aus- und Umbau der bestehenden Räumlichkeiten, wo derzeit noch Flüchtlinge wohnen. 25 seniorengerechte und 18 barrierefreie Wohnungen entstehen zusätzlich. Bereits seit einigen Wochen laufen die Arbeiten am Neubau. Die Bodenplatte ist auch schon gegossen. Geplante Fertigstellung: August 2019.

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