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Der neue Fahrradstreifen an der Dortmunder Straße.

Antrag beschlossen

Radfahrer und Senioren - ein heikles Thema im Beirat

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Waltrop - Der Seniorenbeirat diskutiert die Erweiterung des Radwegs an der Dortmunder Straße. Die Stadt bleibt dabei: Diese Änderung ist nicht möglich. Gestört hat die Senioren das aber nicht - sie haben ihren Antrag trotzdem beschlossen.

Das Verhalten einiger Fahrradfahrer ist für Norbert Gurske, Mitglied des Seniorenbeirats, ein großes Ärgernis. Er bemängelte in der jüngsten Sitzung des Gremiums, dass viele den nördlichen Bürgersteig der Dortmunder Straße benutzen und damit die Kunden der dortigen Geschäfte gefährden.

„Es ist ja nur ein Strich zu zeichnen“

Gurske wünscht sich, dass der neu angelegte Radweg auf der Dortmunder Straße auf der Seite der Marienkirche über die Riphausstraße bis zur Berliner Straße verlängert werden soll. Seiner Meinung nach könnte der Mehrzweckstreifen als Radweg umfunktioniert werden: „Es ist ja nur ein Strich zu zeichnen“ – und Parkplätze seien dort auch genug vorhanden.

Schon seit vielen Jahren wird diese Stelle diskutiert. Michael Riethmann, Leiter der Fachgruppe Soziales und Senioren, hatte sich vorab mit Silvia Batke vom Ordnungsamt verständigt und erklärte den Senioren die Lage: Erst einmal dürften die Radfahrer auf dem Gehweg sowieso nicht fahren. Dann könne der Streifen aufgrund der Parkplätze für die Geschäftsleute nicht einfach umfunktioniert werden, und für einen zusätzlichen Radweg reiche die Breite nicht aus. Die Mittelinseln zu entfernen würde das Überqueren für Fußgänger zu gefährlich machen. Trotzdem beschloss der Seniorenbeirat den Antrag einstimmig.

Radfahren in der City? Lieber nicht...

Auch das Radfahren in der Fußgängerzone wurde diskutiert. Der Beirat möchte eine Empfehlung schreiben, dass dort tagsüber weiterhin von 9 bis 20.30 Uhr nicht Rad gefahren werden soll – genau dies weisen Schilder eigentlich ausdrücklich aus. Denn Senioren könnten nicht so schnell ausweichen, so der Beirat. Außerdem sollten die Kinder unbeschwert durch die Straßen laufen können, so Gurske. Das Fahren in den Abend- und Morgenstunden sei in Ordnung, da es ein Teil des sicheren Schulwegs sein soll.

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