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Im Bild rechts der Spielplatz, hinter dem letzten Wohnhaus der geplante Straßen-Durchstich. Darüber sind Matthias Hopp (2.v.li.), Hans-Werner Bunse (3.v.re) und Udo Modzanowski (r.) von der IG Schillerstraße nicht begeistert. Verständnis haben (v.li.) Klaus Beie (SPD), Ludger Finke (CDU), Veronika Schröder-Norosinski (SPD) und Karl-Heinz Böhm (SPD).

Anwohner hadern

Großer Kamp: Schillerstraße ist eine Schwachstelle

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Waltrop - Das Neubaugebiet Großer Kamp (Klöckner-Erweiterung) steht in den Startlöchern. In seiner letzten Sitzung hat der Rat der Stadt beschlossen, den Bebauungsplan aufzustellen. Nicht besonders glücklich mit den aktuellen Planungen sind derweil die Anwohner der benachbarten Schillerstraße. Sie haben Sicherheitsbedenken, insbesondere mit Blick auf den großen Spielplatz in ihrer Straße.

Das Hauptproblem: Der zusätzliche Verkehr, der von den rund 100 neuen Wohneinheiten ausgeht, würde vorerst zum großen Teil über die Schillerstraße gelenkt werden. Das soll über zwei Durchstiche vom Neubaugebiet auf eben die Schillerstraße passieren. Eine weitere Ausfahrt entsteht über den Herdicksbach zur Viktorstraße. So zumindest sieht es die derzeit favorisierte Lösung der Verwaltung vor.

„Der Spielplatz ist einer der größten in Waltrop“

„Keine gute Idee. Das ist zu gefährlich“, sagen die Anwohner der Schillerstraße. Sie haben eine Interessensgemeinschaft (IG) gebildet. „Der Spielplatz ist einer der größten in Waltrop“, sagt Matthias Hopp von der IG. Dummerweise befindet der sich direkt an der Ecke, wo der erste Straßen-Durchstich ins Neubaugebiet geplant ist.

Scheiba glaubt, Lösung gefunden zu haben

Stadtplaner Andreas Scheiba kann das Anliegen nachvollziehen, sagt aber, dass man bereits eine Lösung gefunden habe, um den Spielplatz sicher zu gestalten. „Wir trennen den Spielplatz mit einem Wall ab und installieren zusätzlich einen Zebrastreifen“, so Scheiba. Dadurch könne man die Sicherheit gewährleisten. Eine Lösung, mit der die Anwohner so nicht einverstanden sind.

„Die Schillerstraße ist eine Schwachstelle"

Währenddessen hat sich auch die Politik zu dem Thema geäußert. In einem Vor-Ort-Termin begutachteten am Montag Vertreter von SPD und CDU die angeprangerte Ecke. „Die Schillerstraße ist eine Schwachstelle in der Planung“, sagt Klaus Beie (SPD). Darauf habe seine Fraktion bereits im Stadtentwicklungsausschuss hingewiesen. Auch Ludger Finke, der die CDU repräsentierte, blies ins gleiche Horn. Es müsse nachgebessert werden.

Vorschlag der IG Schillerstraße

Ein Vorschlag der IG Schillerstraße: Den zweiten Bauabschnitt über Meßmanns Feld schon jetzt teilerschließen, die ohnehin geplante Straße dort zeitgleich mit dem ersten Bauabschnitt bauen. So würde der Verkehr direkt auf die Goethestraße gelenkt werden. „Wir sind ja überhaupt nicht gegen das Neubaugebiet“, macht Matthias Hopp deutlich. Nur die Verkehrsführung müsse einfach verbessert werden. Mit dem hinteren Durchstich auf die Schillerstraße könne man auch leben.

Interessant dürfte jetzt das Verkehrsgutachten werden, das bereits in Arbeit ist. Wenn das vorliegt, werde man weitersehen, sagt Stadtplaner Andreas Scheiba.

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