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Gegen Allergie-Beschwerden hat Karin Boländer, Filialleiterin der Glückauf-Apotheke, alle möglichen Tabletten, Sprays und Salben im Angebot. Foto: Anna Lisa Oehlmann

Apotheker berichten

Allergiker leiden diesmal besonders

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WALTROP - Die milden Temperaturen im Durchschnitt von um die 10 Grad Celsius ohne Regen Anfang März haben dafür gesorgt, dass die Bäume ihre Triebe ausstrecken. Mitte März begann für die einen die Zeit der hübsch anzusehenden Blüten, für die anderen die Zeit der laufenden Nase und juckenden Augen.

Mit dem Fliegen der ersten Hasel- und Erlenpollen hieß es für viele Waltoper auch: ab in die Apotheke oder in die Arztpraxis. Im Moment sind laut Deutschem Wetterdienst vor allem Pollen von Esche und Birke in der Luft – auch sie quälen zahlreiche Allergiker, weiß Karin Boländer, Filialleiterin der Glückauf-Apotheke. Sogar einige Kunden, die bisher noch nie Probleme mit Allergien hatten, haben Boländer und ihre Kollegen in den vergangenen Wochen beraten. Sie hat beobachtet: „Allergien werden generell häufiger.“ Die meisten, die in die Apotheke kämen, litten wirklich. Und dabei hofften sie nicht, dass ein homöopathisches Mittel wirkt, sondern wollten etwas, das möglichst sofort anschlägt. Dafür hat sie zahlreiche Augen- und Nasentropfen, Sprays und Tabletten im Angebot. „Wenn es bei jemandem allerdings schon auf die Bronchien schlägt oder die Augen eitern, dann schicken wir denjenigen zum Arzt“, sagt Boländer.

Volle Sprechzimmer

Dort sind die Sprechzimmer seit Mitte März voll mit Allergikern. „In diesem Jahr ist das ganz extrem“, berichtet Janine Jagella. Sie ist Sprechstundenhilfe in der Gemeinschaftspraxis von Dr. Georg Friemann, Dr. Hermann Geldmann und Dr. Peter Jeismann. Sonst sei die schlimmste Zeit meist Ende Mai/Anfang Juni, wenn es mit den Gräsern losgehe. „Es werden sehr viele cortisolhaltige Nasensprays verschrieben“, berichtet Janine Jagella. Zudem würden viele Patienten unter Luftnot im wahrsten Sinne des Wortes leiden. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in der Praxis von Dr. Claudia Maier und Annika Ellerbrock. Es seien einige Allergiker unter den Patienten, die es in diesem Jahr schlimmer als sonst trifft.

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