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Reichlich Knöllchen hat der Halter dieses Fahrzeugs gesammelt.

Bilanz des Ordnungsamtes

112.715 Euro mit „Knöllchen“ kassiert

WALTROP. - Genau 65 Jahre ist es her, dass in Deutschland der erste Parkautomat aufgestellt wurde. Die ursprünglichen Parkuhren, bei denen nach Münzeinwurf ein Rädchen gedreht wurde, hat es in Waltrop nicht gegeben. Die ersten Automaten wurden 1997 installiert – aus dem Jahr stamme jedenfalls die erste Gebührenordnung, heißt es aus dem Ordnungsamt.

Aber zurück in die jüngere Vergangenheit: Im vergangenen Jahr sind in die 13 Automaten der Stadt 251.773,52 Euro geworfen worden. Diese Zahlen teilte jetzt auf Nachfrage der Fachbereich Sicherheit, Ordnung und Verkehr der Stadtverwaltung mit. Sie beziehen sich auf den Zeitraum 1. Januar bis 30. November 2018. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum (1.1. bis 4.12.2017) waren es mit 248.256,80 Euro etwa 3500 Euro weniger.

Keine Automaten beschädigt

Positiv ist auch diese Nachricht: In der Silvesternacht 2018 wurden diesmal keine Automaten beschädigt. „Die Überzieher haben gute Dienste getan“, erklärt Stadt-Sprecherin Patricia Neuhaus. Solche blauen „Verhüterli“ aus solider Kunststoffplane werden über die Automaten gestülpt, damit niemand Böller in die Automaten steckt. Wer kein Ticket am Automaten gezogen hat, macht in der Folge häufig Bekanntschaft mit dem wohl unbeliebtesten Zettel im Straßenverkehr, dem sogenannten „Knöllchen“. Insgesamt 7733 solcher Verwarn-Zettel klemmten die städtischen Politessen im vergangenen Jahr auf Waltroper Stadtgebiet hinter Scheibenwischer – 446 weniger als das im Vorjahr der Fall war. Das sei unter anderem dem hohen Krankenstand im Laufe des Jahres zuzuschreiben, so Patricia Neuhaus. Vier Politessen sind für die Stadt Waltrop im Einsatz, „allerdings nicht Vollzeit, sondern im Mittel mit rund 20 Wochenstunden“, heißt es aus der Stadtverwaltung. Insgesamt hat die Stadt durch Verwarn- und Bußgelder 112.715 Euro eingenommen; im Jahr 2017 waren es 115.700 Euro.

Veiinghof löst Isbruchstraße ab

Am meisten Verwarnungen hagelte es im vergangenen Jahr an der Veiinghofstraße, also am Krankenhaus – dort wurden 1015 Knöllchen geschrieben. Der Veiinghof löste damit den Vorjahres-Spitzenreiter Isbruchstraße ab, die 2017 mit 1231 Malen der häufigste Verwarnort war und in diesem Jahr auf Rang zwei landete (927 Verwarnungen). Wenn die Menschen in Waltrop Knöllchen am Auto vorfanden, dann war das in den meisten Fällen, weil sie bis zu 30 Minuten ihr Auto ohne Parkscheibe abgestellt hatten – dafür kassierte die Stadtverwaltung in 2102 Fällen und damit häufiger als im Vorjahr (2017: 1927). Zweithäufigster Verwarngrund ist das Parken ohne gültigen Parkschein (bis 30 Minuten): Das kam 1588 Mal vor und damit rund 150 Mal weniger als im Vorjahr (1740). Neu in der Liste der häufigsten Tatbestände ist das Parken im absoluten Haltverbot: Das kam im gerade zu Ende gegangenen Jahr 315 Mal vor. Dafür waren die Autofahrer in Waltrop rücksichtsvoller, was Behindertenparkplätze angeht – oder sie wurden schlicht seltener dabei ertappt: 82 Mal kam dieses Vergehen im Jahr 2018 vor, 2017 waren es noch 140 Mal.

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