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ARCHIV - Flüchtlingsmädchen melden sich am 23.09.2015 während des Unterrichts in der Sprachlernklasse in einer Schule in Hannover (Niedersachsen). niedersachsens Kultusministerin Heiligenstadt (SPD) erwartet aufgrund amtlicher Schätzungen für das kommende Jahr etwa 20 000 Flüchtlingskindern an Niedersachsens Schulen. Foto: Peter Steffen/dpa (zu lni "Rund 20 000 Flüchtlingskinder an Niedersachsens Schulen erwartet" vom 16.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bildung

Keine Experimente bei Wahl des Schulortes

WALTROP - Die meisten Schüler aus Waltrop gehen vor Ort an die weiterführenden Schulen. Aber an einer gibt es besonders viele auswärtige Schüler.

Fast 90 Prozent der Fünftklässler, die ab Sommer die Realschule Waltrop besuchen, stammen auch aus unserer Stadt: 89 von 99 Schülern sind Waltroper. Das steht in deutlichem Gegensatz zu den Anmeldezahlen an der Gesamtschule: Dort machen die Waltroper nur ungefähr ein Drittel der gesamten Fünftklässler aus. 38 von 114 Schülern sind Waltroper. Im vergangenen Jahr waren unter 116 angemeldeten Kindern noch 57 „einheimische“.

Geburtenschwächerer Jahrgang

Dass es diesmal weniger sind, liege auch daran, dass es sich um einen insgesamt geburtenschwächeren Jahrgang handele, sagt Gesamtschul-Leiterin Ulrike Waterkamp. Und: Die Zahl der Schüler mit Förderbedarf, die vorrangig die Gesamtschule aufnehme, schwanke von Jahr zu Jahr, und in diesem Jahr seien es sehr wenige gewesen. Abgesehen davon musste die Gesamtschule, die seit einigen Jahren nur noch vier- und nicht mehr sechszügig ist, wieder viele Schüler abweisen – fast 35 seien es gewesen, so Ulrike Waterkamp. Waltroper Schüler haben einen garantierten Platz an der Schule, mit Schülern aus anderen Städten wird dann „aufgefüllt“. Dabei würde unter anderem das Mädchen-Jungen-Verhältnis berücksichtigt, aber auch Leistungskriterien angelegt, erklärt Ulrike Waterkamp.

Beliebt bei Dortmundern

Besonders beliebt ist die Waltroper Bildungseinrichtung bei den Dortmundern: In diesem Jahr wurden 30 Schüler aus der Nachbarstadt angemeldet. Das liegt wohl auch daran, dass die Schulform von Dortmundern gern gewählt wird: Von gut 5000 von der vierten in die fünfte Klasse wechselnden Kindern wollten fast 1500 zu Gesamtschulen. Rund 150 kamen allerdings in Dortmund nicht unter.

Viele aus Lünen am THG

Blickt man auf die Auswärtigen am THG, so fällt auf, dass die Schule unter Lünern besonders gefragt ist. Sie bilden mit 24 von 121 Schülern die größte Gruppe unter den „Zugereisten“. Gleichzeitig sind, wie die Ruhr Nachrichten in Lünen berichten, an den beiden Lüner Gymnasien fürs kommende Schuljahr 45 Fünftklässler weniger angemeldet worden als im laufenden Schuljahr – bei insgesamt 806 Schülern. Die Waltroper Jungen und Mädchen sind indes „heimattreu“, was die weiterführenden Schulen angeht. Nur vier Schüler sind an auswärtigen Schulen angemeldet worden, teilt das Schulamt mit.

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