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Eine Waltroperin sagte jetzt im Bohrloch-Prozess vor dem Bochumer Landgericht aus.

Bohrloch-Prozess

Waltroperin hat Angst vor weiteren Einbrüchen

WALTROP - Gegenstände und Schmuckstücke im Wert von fast 20.000 Euro erbeutete der 41-jährige Angeklagte in Waltrop. Die beklaute Hausbesitzerin schilderte die Folgen der Tat nun vor dem Bochumer Landgericht.

Mit ersten Zeugenvernehmungen ist am Donnerstag am Bochumer Landgericht der Prozess gegen den geständigen „Bohrloch-Einbrecher“ fortgesetzt worden, der vor mehr als drei Jahren vor allem in Waltrop und Lünen sein Unwesen getrieben haben soll.

Einbruch in Waltrop

„Als ich damals nach Hause gekommen bin, war der Schock wirklich groß“, erinnerte sich eine Hausbesitzerin aus Waltrop an den Abend des 7. Januar 2016 zurück. Vor allem das Schlafzimmer sei „ordentlich verwüstet“ gewesen. Die Täter hatten bei diesem Coup ganz besonders große Beute gemacht. „Später habe ich bemerkt, dass sie zum Abtransport einen Kopfkissenbezug entfernt und offenbar dort alles reingeschüttet haben“, so die Zeugin weiter.

Beute im Wert von 20.000 Euro

Der Beutewert betrug in diesem Fall fast 20.000 Euro. Weggekommen waren vor allem zahlreiche Schmuckstücke und Uhren.

Angst vor einem erneuten Einbruch

Die Waltroperin hatte schon im ersten Prozess gegen den vor zwei Jahren bereits zu viereinhalb Jahren Haft verurteilten Komplizen des jetzt Angeklagten (41) ausgesagt. „Da habe ich das Ganze noch relativ gut verarbeitet gehabt“, erinnerte sich die Frau. Im Laufe der Zeit habe sie jedoch mehr und mehr bemerkt, dass sie weiterhin Angst vor einem erneuten Einbruch beschleicht. „Es ist damals einfach eine Grenze überschritten worden. Ich habe oft das Gefühl, da ist wer im Haus. Deshalb wollen wir die Sicherheitsmaßnahmen jetzt noch einmal erhöhen“, berichtete die Zeugin.

Zwölf Einbrüche

Der Angeklagte hatte zuletzt zwölf von 13 Wohnungseinbrüchen mit einem speziellen Bohrloch-Trick zugegeben, darunter alle sieben Einbrüche in Waltrop. Einzig einen Coup in Dortmund will der 41-Jährige, der seit Ende 2018 in U-Haft sitzt, nicht verübt haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

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