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Vier Quadratmeter Platz hat jede der 10.800 Legehenne normalerweise bei Eickenscheidts auf der Freilauf-Wiese. Ein Arreal, das über 40.000 Quadratmeter groß ist. Den ganzen Tag über können sich die Tiere hier bewegen. Im Moment müssen sie aber im Stall bleiben. Immerhin verfügt der über einen geräumigen Wintergarten

Gut Eickenscheidt

Hennen verbringen Stubenarrest im Wintergarten

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Waltrop - Die Legehennen auf dem Gut Eickenscheidt haben Stubenarrest – sozusagen. Wegen der Geflügelpest (H5N8), die in Deutschland gerade umgeht, hat das Kreis-Veterinäramt seit einigen Tagen auch in Waltrop Stallpflicht verhängt. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, infizierte Tiere gibt bei uns bisher keine. Immerhin: Ganz eingesperrt sind die 10.800 Freiland-Hennen bei Eickenscheidts trotz Stubenarrest nicht. Sie drehen stattdessen im Stall-eigenen Wintergarten ihre Runden.

Von solchen Annehmlichkeiten können die meisten Hennen wahrlich nur träumen. Auf 245 Quadratmetern können die Tiere zumindest noch ein bisschen Frischluft genießen. „Das ist schon ein Vorteil. Der Wintergarten ist so gut gesichert, dass hier keine Wildtiere rein kommen können“, erzählt Eierbauer Klaus Eickenscheidt. Folglich kann auch kein Vogelgrippe-Virus eingeschleppt werden. Grundsätzlich sei es aber richtig, lieber auf Nummer sicher zu gehen und die Tiere im Stall zu lassen, findet Eickenscheidt.

Stallpflicht gilt weiterhin

Verhängt wurde die Stallpflicht in Waltrop, nachdem zuletzt am Phoenix-See in Dortmund eine tote Ente gefunden wurde, bei der das gefährliche Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Wie lange die Stallpflicht hier noch gilt, vermochte Kreis-Sprecher Jochem Manz am Montag nicht einzuschätzen. Es sei aber nicht zu erwarten, dass sie in Kürze wieder aufgehoben wird. Klaus Eickenscheidt harrt der Dinge derweil gelassen. „Es ist schon mal gut, dass es jetzt richtig kalt geworden ist. Dadurch sterben Viren schneller ab.“

Übrigens: Die Eier der unter Arrest gestellten Hennen dürfen nach wie vor das Siegel „Freiland“ tragen. Und zwar noch zwölf Wochen lang, nachdem eine Stallpflicht verhängt wurde. „Erst danach müssen wir die Eier dann als ,Bodenhaltung’ ausweisen“, erklärt Junior-Chef Markus Eickenscheidt.

Über 19.000 Tiere in Waltrop

Der landwirtschaftliche Betrieb von Familie Eickenscheidt ist der größte seiner Art im Kreis Recklinghausen. Etwa die Hälfte aller hier registrierten Geflügeltiere – insgesamt sind das rund 30.000 – leben bei Eickenscheidts an der Kanalstraße. Neben den 10.800 Freiland-Hennen gehören dazu auch noch gut 4.000 Tiere, die ständig im Stall untergebracht sind (Bodenhaltung).

Die Stallpflicht gilt indes für sämtliche der 19.032 registrierten Geflügeltiere, die in Waltrop leben – auch in Privathaushalten.

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