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Schnell und leise gehen Einbrecher vor: In Waltrop war der Bohrer zuletzt ein favorisiertes Werkzeug.

Einbruchsserie

Fensterbohrer-Prozess: Urteil fällt später

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Waltrop - Das Urteil gegen den geständigen Serieneinbrecher, der vor mehr als drei Jahren in Waltrop, Lünen und Dortmund mit einem „Bohrloch-Trick“ sein Unwesen getrieben hat, fällt frühestens am 7. Juni. Anlass für den zusätzlich vereinbarten Termin ist ein Sachverständigengutachten zur Frage der möglicherweise schuldmindernden Drogenabhängigkeit des Angeklagten.

Der 41-Jährige hatte zuletzt über seinen Verteidiger ein weitreichendes Geständnis abgelegt. Alle zwölf angeklagten Taten in Waltrop, Lünen und Sachsen hatte der Serientäter über seinen Verteidiger abgenickt – nur in Dortmund will er angeblich niemals einen Diebstahl begangen haben. In der Geständniserklärung hatte der 41-Jährige allerdings auch erklärt, vor den Einbruchscoups mit einem bereits verurteilten Cousin fast immer Kokain konsumiert zu haben. Auch die Beute sei in aller Regel für den Erwerb neuer Drogen draufgegangen. „Die Beute haben wir meist in der Asylunterkunft verkauft oder direkt gegen Kokain eingetauscht“, hieß es. Mit Blick auf eine mögliche Einweisung in eine Entziehungsanstalt haben die Bochumer Richter nun einen psychologischen Sachverständigen eingeschaltet, der am 4. Juni sein Gutachten vorstellen soll. Die ursprünglich für diesen Tag anvisierte Urteilsverkündung wurde daher jetzt auf den 7. Juni verschoben. In Waltrop waren unter anderem Häuser an der Unterlippe, „Am Prozessionsweg“, „Am Stadtgarten“ und an der Gasstraße von der Einbruchsserie betroffen. Weggekommen waren bei den „Fensterbohrer-Coups“ in aller Regel Bargeld, Luxusuhren, Notebooks, Kameras, Handys und Schmuck.

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