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Bernd Funke, Leiter des V+E, mit einem Flyer dazu, was in die neue Tonne gehört. Das Faltblatt gibt’s mit dem neuen Müllkalender frei Haus geliefert.

Einführung im Januar

Was ändert sich mit der neuen Wertstofftonne?

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Waltrop - Zwei Euro pro Person und Jahr – so viel kostet die neue Wertstofftonne, die ab 1. Januar 2019 auch in Waltrop eingeführt wird. Aber was genau ändert sich mit der Einführung der Wertstoff-Tonne? Und welcher Sinn steckt dahinter? Und was gehört rein?

Die rund 60.000 Euro, die der Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) mit der neuen Tonne einnimmt, und die über die normale Müllgebühr mit abgerechnet werden, wandern allerdings nicht ins V+E-Säckel. Sondern das Geld wird an den zuständigen Entsorger (Remondis) weitergeleitet. Wie hoch die Waltroper Müllgebühr 2019 grundsätzlich ausfallen wird, darum geht’s in der kommenden Woche, wenn der Verwaltungsrat des V+E zusammenkommt.

Was ändert sich?

In der Praxis ändert sich nicht viel. Weiterhin wird Entsorger Suden im Auftrag von Remondis in Waltrop die Gelbe Tonne leeren. Das Müllgefäß selbst wird ebenfalls dasselbe bleiben – zumindest bei den Haushalten, die jetzt schon eine Mülltonne mit gelbem Deckel haben. Wer bisher noch gelbe Müllsäcke nutzt, etwa aus Platzgründen, für den gibt es allerdings doch eine Neuerung. „Zwischen Ende November und Mitte Dezember“, sagt Bernd Funke, Leiter des V+E, „werden die restlichen Tonnen ausgeliefert“. Das passiert ganz automatisch, kümmern müssen sich Bürger darum nicht.

Gelbe Säcke gibt's nicht mehr

Dass eine weitere Mülltonne natürlich mehr Platz wegnimmt als ein Müllsack, das weiß auch Bernd Funke. Ein Punkt, den man so hinnehmen müsse. Denn die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Entsorger sehen vor, dass der Wertstoff-Müll in 120-Liter-Behältern abgefahren wird – nicht in Säcken. Eine Frage von Wirtschaftlichkeit. Wer mit den 120 Litern nicht auskommt, der kann ein größeres Müllgefäß (240 Liter) beantragen. Allerdings nur „in begründeten Ausnahmefällen“, sagt Funke. So ein Ausnahmefall könnte beispielsweise ein Kleingewerbe sein, das an der Wohnanschrift angemeldet ist. Fällt außerplanmäßig mal eine größere Müllmenge an, die unter die Kriterien der Wertstoffe fällt, kann diese kostenlos beim Bauhof entsorgt werden.

Aber was genau darf in die neue Tonne rein?

In die Wertstofftonne gehören drei große Gruppen: Verpackungen, Metalle und Kunststoffe. Dazu zählen Tetrapacks, Kronkorken, Putzmittelflaschen, Dosen, Töpfe, Pfannen, Eimer, Armaturen, Besteck, Zahnbürsten und Ähnliches. Auch Dinge, die bisher in den normalen Hausmüll gehörten wie etwa Joghurtbecher kommen ab sofort in die Wertstofftonne.

Aber welcher Sinn steckt hinter dem neuen System?

„In erster Linie der Gedanke der Ökologie“, sagt Bernd Funke. Denn anders als bisher, wo Gelber Müll und Restmüll ohnehin in der Müllverbrennungsanlage zusammen verbrannt werden, wird ab sofort getrennt. Der Gedanke der Kreislaufwirtschaft wird also umgesetzt. Davon hat der einzelne Bürger zunächst zwar nicht viel, der Umwelt tut man damit aber etwas Gutes. So ist das ein kleiner Beitrag dafür, etwa der Vermüllung der Meere durch Plastik entgegenzuwirken.

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