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Mit „Elektropower“ schneidet Heinrich Degenhardt die Außenhecke auf dem Friedhof. Gut 1,5 Stunden hält so ein Heckenscheren-Akku bei normalem Gebrauch.

Elektro-Gartengeräte

Leiser, leichter und bürgerfreundlicher

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Waltrop - Seit einiger Zeit arbeitet der Ver- und Entsorgungsbetrieb (V+E) verstärkt mit bürgerfreundlichen Akku-Gartengeräten. Aber haben sie sich im Einsatz auch bewährt?

Auf dem Friedhof kommen sie fast nur noch zum Einsatz, im übrigen Stadtgebiet je nach Bedarf: Heckenscheren, Freischneider und Laubgebläse mit Elektro-Akkus. „Hauptgrund ist, dass diese Geräte leiser sind“, erklärt der städtische Gärtnermeister Hubert Benthaus.

Der Unterschied deutlich hörbar

Tatsächlich ist der Unterschied deutlich hörbar. Die Akku-Geräte sind wesentlich angenehmer für das Bürger-Ohr; freilich aber auch für das Ohr des Gärtners, was Heinrich Degenhardt bestätigt. Er arbeitet regelmäßig mit Elektro-Heckenschere und Co. auf dem Friedhof und weiß Gutes zu berichten. „Das ist beim Arbeiten deutlich angenehmer“, sagt Degenhardt. Eine Mickymaus – also einen Gehörschutz – trägt er trotzdem.

Elf Elektro-Gartengeräte hat der V+E inzwischen in seinem Lager: fünf sind für den Friedhof, der Rest für die Grünpflege im übrigen Stadtgebiet. Dazu gibt’s Ersatzakkus, wenngleich so eine Akku-Ladung schon relativ lange hält. „Wenn wir eine normale Hecke schneiden, reicht ein Akku etwa 1,5 Stunden“, schätzt Hubert Benthaus. Freilich kommt es auch auf die Hecke an: Je dicker die Äste, desto schwerer hat es die Heckenschere und desto mehr Strom verbraucht sie auch. Aber: Dank Schnellladegerät sei so ein Akku in 20 Minuten zumindest zu 80 Prozent wieder aufgeladen. Und auftanken müsste man die freilich stärkeren Benzin-Geräte schließlich auch. So kommt Hubert Benthaus zu dem Ergebnis: Die Elektrogeräte sind „wirklich gut, gerade für die alltäglichen, kleineren Arbeiten. Ganz können wir auf Geräte mit Verbrennungsmotor aber nicht verzichten.“ Trotzdem wird der V+E sein Arsenal an Elektrogerätschaften weiter ausbauen. Ausgemusterte oder defekte Benzin-Geräte würden künftig durch Akku-Geräte ersetzt, sagt Benthaus.

Ein kleines Manko gibt es

Einen angenehmen Nebeneffekt haben die bürgerfreundlicheren Modelle für diejenigen, die sie täglich benutzen: Denn sie sind auch leichter als herkömmliche Gartengeräte. Und das macht sich bemerkbar. Bemerkbar sollen sich die Elektrogeräte irgendwann auch im Geldbeutel machen. Zwar sei die Anschaffung noch teurer, sagt Benthaus. Aber – so würden es die Hersteller versichern – auf lange Sicht seien sie wirtschaftlicher. Ein kleines Manko gegenüber dem Verbrennungsmotor hat Hubert Benthaus aber doch erkannt: „Nach etwa 1000 Ladezyklen nimmt das Leistungsvermögen ab.“

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