+
Wirtschaftsförderer Burkhard Tiessen, Bürgermeisterin Nicole Moenikes und Maria Allnoch von Innogy (v. li.) stellten die neue Ladesäule vor.

Elektro-Zapfsäule eingeweiht

Tanken kann man jetzt am Rathaus

  • schließen

Waltrop - Die erste Ladesäule für Elektro-Autos in Waltrop haben Bürgermeisterin Nicole Moenikes, Wirtschaftsförderer Burkhard Tiessen und Maria Allnoch, Regionalleiterin des Energieunternehmens Innogy, am Rathaus eingeweiht. Zwei Parkplätze vor dem Nebengebäude sind jetzt fürs Laden von E-Autos reserviert. Wer kein E-Auto laden will, darf nicht auf den „Lade-Parkplätzen“ parken, muss mit einem Knöllchen rechnen.

Im Schatten des Rathauses, wo bekanntlich auch das Ordnungsamt beheimatet ist, werde sich das hoffentlich niemand trauen, sagt Bürgermeisterin Moenikes, die aber grundsätzlich weiß, dass viele Autofahrer verbotenerweise auf E-Auto- oder Behindertenparkplätze ausweichen, wenn der Parkdruck mal wieder groß ist. Als Nachweis, dass es sich um ein E-Auto handelt, gilt ja gewöhnlich das „E“ im Kennzeichen, aber es gibt auch Elektro-Autos, die den Buchstaben nicht im Kennzeichen haben. „Aber man sieht ja, dass das Auto per Kabel aufgeladen wird und insoweit ganz offensichtlich ein E-Auto ist“, sagt Moenikes.

Geladen wird Öko-Strom

Apropos Kabel: Es gibt noch verschiedene Stecker-Modelle auf dem Markt, aber die Steckdosen-Größe an der Innogy-Ladesäule sei auf dem Weg zum Standard sagt Maria Allnoch. Das Aufladen (übrigens mit Ökostrom) eines größeren E-Autos dauert bis zu drei Stunden und kostet maximal 30 Euro, wie Maria Allnoch erklärt. Auf der Säule sind die verschiedenen möglichen Bezahl-Arten angegeben. Anders als beim Benzin schwankt der Preis für Auto-Strom nach Allnochs Angaben kaum. Der Preis steht nicht an der Ladesäule, aber in der Handy-App, mit der man unter anderem die Bezahlung abwickeln kann.

Ladesäule wurde gefördert

Bei allen Kleinigkeiten, die sich noch einspielen müssen – Moenikes freut sich, dass Waltrop die erste Stadt im Kreis ist, die eine solche Ladesäule als Teil eines Bundesförderprogramms bekommt. Bedingung für die Förderung ist, dass die Ladesäule Tag und Nacht zugänglich ist – so wie es am Rathaus der Fall ist. Dann fließen 40 Prozent der Investitionskosten aus dem Bundesprogramm. 80 Euro im Monat werden als Anteil der Stadt über acht Jahre hinweg fällig, wie Burkhard Tiessen erklärt.

Moenikes wirbt derweil dafür, die Säulen am Rathaus eifrig zu nutzen und stellt weitere Säulen im Stadtgebiet in Aussicht. Auch Firmen und Privatleute haben die Möglichkeit, sich eine Ladesäule errichten zu lassen. Bei der Stadt beschränkt sich das Engagement in Sachen E-Mobilität nicht aufs Thema Ladesäulen. Im nächsten Jahr werde ein werbefinanziertes Dienst-E-Auto angeschafft, kündigte die Bürgermeisterin an.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Fotostrecke: 700 Feierwütige bei Hertens größtem Oktoberfest
Acht Verletzte - Polizeieinsatz bei Auswärtsspiel des SV Herta bei Westfalia Vinnum
Acht Verletzte - Polizeieinsatz bei Auswärtsspiel des SV Herta bei Westfalia Vinnum
Rechte Hetze auf Schlägel und Eisen in Herten - und eine ziemlich kreative Reaktion
Rechte Hetze auf Schlägel und Eisen in Herten - und eine ziemlich kreative Reaktion
Waltrop, Langendorf und der Schildbürgerstreich der Planungsbehörde
Waltrop, Langendorf und der Schildbürgerstreich der Planungsbehörde
Marl entdeckt seinen neuen Volkssport und der Gewinner trainiert beim Olympiasieger
Marl entdeckt seinen neuen Volkssport und der Gewinner trainiert beim Olympiasieger

Kommentare