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Ein Schwimmbecken im Hebewerks-Trog – das war eine Idee von Heinz Josef Mußhoff. Der WA denkt eher an ein Badeschiff am Oberwasser.

Erinnerungen an "Schwimm-Trog"

WA denkt an ein Badeschiff fürs Oberwasser

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Waltrop - Am 20. November 2006 erschien in der WZ ein Leserbrief von Dr. Heinz Josef Mußhoff, Parteivorsitzender der hiesigen FDP. Seine Vision damals: Aus dem Trog des stillgelegten neuen Schiffshebewerks ein Schwimmbecken machen. Das wäre nicht nur toll für Bürger, sondern auch „ein weiteres Highlight für den Waltroper Schleusenpark“, schrieb Mußhoff damals. Einziges Manko: Seine Idee verlief im Sande.

Bernd Schäfer vom Waltroper Aufbruch (WA) hat nun ein Konzept erstellt, das im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027 am Oberwasser des Hebewerkes verwirklicht werden soll. Ein Thema, das gestern Abend auch im Fachausschuss auf der Agenda stand.

Tatsächlich gibt es, was die Grundidee angeht, Parallelen zu dem, was sich Mußhoff einst vorstellte. Wenngleich es einen entscheidenden Unterschied gibt: Statt des Hebewerk-Troges regt der Bernd Schäfer nun an, ein sogenanntes Badeschiff am Oberwasser zu vertäuen.

„Das ist rein technisch gesehen ein schwimmender Behälter, der mit Süßwasser gefüllt mehr als zum Planschen geeignet ist“, schreibt Schäfer, der auch ein Beispiel anbringt. So gebe es ein Badeschiff in Berlin-Treptow. „Es enthält 295 Kubikmeter Wasser mit einer Temperatur von rund 24 Grad Celsius. Das kann man beherrschen, mit Umwälzpumpen, Filteranlagen, Chlorzugabe und einer thermischen Solaranlage, mit der die Wassertemperatur geregelt werden kann.“

Diese Idee auch in Waltrop zu verwirklichen, sei „technisch nicht sehr anspruchsvoll und ließe sich mit Waltroper Know-how sehr leicht bewerkstelligen“, glaubt Schäfer. „Hier, im Oberwassers an der alten Schachtschleuse, könnte so ein Badeschiff vor Anker gehen und zu einem Anlaufpunkt generieren, der weit über Waltrops Grenzen strahlen würde.“

Im Ausschuss gestern Abend fand die Idee allerdings noch keine große Beachtung. Jedoch sagte Bürgermeisterin Nicole Moenikes, dass dieses Thema besprochen werden könne, wenn die Detailplanungen für die IGA beginnen. Dass die Stadt Waltrop die Absicht hat, an der Gartenschau teilzunehmen, bekräftigte der Fachausschuss mit einem Beschluss.

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