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Vor 20 Jahren wurde der Euro als Buchgeld eingeführt. Drei Jahre später gab es das Bargeld.

Euro-Einführung vor 20 Jahren

"Was war das noch mal in D-Mark?"

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Waltrop - "Was war das noch mal in D-Mark?" - Wohl jeder ertappt sich wohl ab und an dabei, wie er diesen Gedanken durchspielt. Vor 20 Jahren, am 1. Januar 1999, wurde der Euro als Währung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion eingeführt, und die Waltroper Banker erinnern sich noch gut daran.

Drei Jahre wurde der Euro nur als Verrechnungseinheit benutzt. Am 1. Januar 2002 kam die Währung als Bargeld in Umlauf. In den ersten drei Jahren hatte die Umstellung hauptsächlich Auswirkungen auf die Arbeit der Banker: „Es hat unsere Arbeit verkompliziert, weil wir eine parallele Buchhaltung für beide Währungen führen mussten“, berichten der Waltroper Sparkassen-Marktbereichsdirektor Erich Holzinger und sein Stellvertreter Uwe Schniederjan.

Konten umschreiben

Die Kunden hatten ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit, ihre Konten auf die neue Währung umschreiben zu lassen und Konten in Euro zu eröffnen. Aber nur wenige hätten davon Gebrauch gemacht, berichtet Holzinger. Einen Einfluss hatte die Umstellung auch auf die Wertpapierbörse. Aktien wurden ab diesem Zeitpunkt in Euro gehandelt. Auch Depots wurden in der neuen Währung geführt. „Eigentlich verbindet keiner die Einführung mit dem Jahr 1999“, sagt Holzinger. Damals habe es bei den beiden Waltroper Geldinstituten eine große Nachfrage nach den „Starterkits“ gegeben.

Einst ein Buch mit sieben Siegeln

Eine Zahl hat sich den Bank-Mitarbeitern ins Gedächtnis gebrannt: 1,95583: So viel D-Mark gab es für einen Euro. „Sie könnten mich heute noch nachts an den Füßen wach kitzeln und ich könnte Ihnen diese Zahl vorbeten“, sagt Volksbank-Vorstand Gregor Mersmann. „Zum damaligen Zeitpunkt war das für viele ein Buch mit sieben Siegeln“, sagt Mersmann, der seinerzeit als Wirtschaftsprüfer unterwegs war.

"Sinnvoller Schritt"

Wer noch D-Mark zu Hause hat, die er umtauschen möchte, wendet sich dazu am besten an die Filiale der Deutschen Bundesbank in Dortmund, Hiltropwall 16.

Volksbank-Vorstand Gregor Mersmann ist vom Euro überzeugt: „Ich halte die Einführung der Währungsunion für einen sinnvollen Schritt. Ich glaube, dass wir als Europa mit der Währung die Chance haben, bei Waren und Geldströmen zwischen Weltmächten wie China und den USA, aber auch aufstrebenden Schwellenländern wie zum Beispiel Indien oder Brasilien wahrgenommen zu werden.“

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