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Sind bereit für den Einstieg ins Mietgärtenprojekt (v.li.): Frieda Dickhöfer, Claudia Feldmeier, Jan, Eva und Hannes Dickhöfer. Mit im Bild: Hofhund Emil.

Bei Familie Dickhöfer

In Oberwiese gibt's bald Miet-Gemüsegärten

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Waltrop - Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist groß. Warum also nicht das eigene Gemüse anbauen? Wie man das am besten anstellt, kann man bald im Mietgarten lernen.

Lebensmittel aus ökologischem Anbau erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Sehnsucht nach Land, nach Erde und nach dreckigen Händen ist groß – das haben auch die Familie Dickhöfer und Claudia Feldmeier festgestellt. Dickhöfers betreiben im Nebenerwerb einen „Bioland“-Bauernhof in der Torfheide in Oberwiese, haben sich dem organisch-biologischen Landbau verschrieben. Claudia Feldmeier ist Lehrerin für Gartenbau, arbeitet an der Christy-Brown-Schule für Körperbehinderte in Herten. Dort ist der Schulgarten ihr Herzens-Projekt – und dort arbeitet auch Eva Dickhöfer als Physiotherapeutin. Irgendwann entstand die Idee vom Projekt Mietgärten:

Anbauen auf 30 Quadratmetern

Ein Acker vom Hof Dickhöfer wird in 30-Quadratmeter-Parzellen unterteilt, die man mieten kann. Aber damit nicht genug: „Von der Pike auf“ sollen die Garten-Mieter lernen, wie aus einem Saatgut eine Pflanze wird – und was man ihr auf dem Weg dahin Gutes tun kann, ganz ohne Chemiekeule. Start ist im Februar – zunächst mit dem Einstieg: „Was erwartet mich?“ Die Teilnehmer können sich unter fachkundiger Beratung entscheiden, was sie pflanzen wollen. Im März erfolgt die Aussaat im Gewächshaus, und Monat für Monat durchlaufen die Teilnehmer das Gartenjahr mit seinen Anforderungen: Wenn der Frost vorbei ist, werden die Pflanzen ins Beet gesetzt, es gibt Tipps zur Fruchtfolge, zum Gießen, Pikieren und zum Verwerten von Beikräutern (im Volksmund Unkraut genannt). Die Hobby-Gärtner erfahren auch, warum die Gurke eine Diva ist und wie viel Platz ein Salatkopf braucht. Einmal monatlich soll es eine Art „Unterricht“ geben, aber auch Praxisstunden im Garten. Und die Teilnehmer bekommen ein Gartenbuch, in dem das Gartenjahr dokumentiert wird. Nicht nur Kürbis, Erdbeere und Möhre sollen wachsen, sondern auch die Gruppe. Sich gegenseitig kennenlernen, helfen, eine gute Zeit miteinander verbringen – das ist fast genauso wichtig wie das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen auf dem eigenen Stück Land. So erhoffen es sich die Initiatoren von „Dickhöfers Biogarten“.

Gartenjahr dauert von Februar bis November

38 Euro pro Monat kostet das Paket; das Gartenjahr dauert von Februar bis November. „Aus dem Acker soll ein Garten werden“, skizziert Eva Dickhöfer. Bis dahin gibt es zwar noch eine Menge Arbeit. Aber wie glücklich die Erschöpfung nach getaner Arbeit im eigenen Beet ist, das wissen die Teilnehmer dann sicher auch genau. Ein Infoabend zum Projekt findet am Samstag, 3. November, ab 15 Uhr, auf dem Hof Dickhöfer, In der Torfheide 5, statt.

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