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Ein Bild aus dem Archiv des Heimatvereins: Bis zu seiner Schließung war das 50m-Becken sehr beliebt. —Foto:

Freibad an der Riphausstraße

Waltrop: Ist ein neues Schwimmer-Becken denkbar - und bezahlbar?

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Waltrop - Die Liegewiese im Freibad ist riesig, theoretisch gäbe es Platz satt für ein zusätzliches Becken - ein Schwimmer-Becken. Hinter vorgehaltener Hand kommt das Thema regelmäßig auf, allein: Bisher hat niemand die Initiative ergriffen. Ob sich das bald ändert?

Bisher habe schlicht noch niemand danach gefragt, sagt Marco Patruno. Er ist bei der Stadtverwaltung unter anderem für den Bad-Standort an der Riphausstraße verantwortlich – und darüber hinaus etwas überrascht von der WZ-Anfrage. Nein, ob der Neubau eines Schwimmer-Beckens im Freibad wirtschaftlich sinnvoll sein könnte, hat noch niemand durchgerechnet.

Idee wird im Bürgerbad-Verein diskutiert

Natürlich hat auch Patruno schon mitbekommen, dass die Idee eines neuen Schwimmbeckens „für Erwachsene“ immer mal wieder diskutiert wird; aus Reihen des Bürgerbad-Vereins zum Beispiel oder unter den Rettungsschwimmern, die im Sommer Wache schieben im Freibad. Aber eben „nur“ da. Die Entscheider im Rathaus – Ratsvertreter und Stadtverwaltung – haben bisher nichts in diese Richtung verlauten lassen. Zum Leidwesen derjenigen, die vor Ort an der Basis sind.

Was kostet so ein Neubau?

Auch ohne genaue Prüfung fallen Marco Patruno derweil einige Fragen ein, die zunächst geklärt werden müssten. Eine ganz entscheidende ist die, was so ein Neubau überhaupt kosten würde. „Da habe ich aus dem Stegreif wirklich keine Vorstellung“, sagt Patruno. Und noch wichtiger: Wer zahlt das am Ende? Die Stadt Waltrop als Eigentümer des Bades? Oder könnte die Bädergesellschaft aushelfen, die als Tochtergesellschaft der Stadtwerke Waltrop den aktuell defizitären Betrieb sicherstellt? Für die Stadt Waltrop wäre der Bau eines neuen Schwimmbeckens jedenfalls eine sogenannte freiwillige Leistung. Darauf weist Patruno hin. Ob das überhaupt im städtischen Haushalt darzustellen wäre?

Blick zum Maritimo in Oer-Erkenschwick

Bei der Frage nach den Kosten für ein neues Schwimmbecken lohnt derweil ein Blick nach Oer-Erkenschwick. Dort wird das Maritimo-Freibad erneuert. Der Neubau kostet rund 5,2 Mio. Euro. Dafür gibt’s einen 500 m² großen Wasserspielplatz, ein großes Nichtschwimmerbecken mit breiter Wasserrutsche, ein 25-Meter-Sportbecken mit sechs Bahnen und einen angrenzenden Sprungturmbereich. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesinnenministerium mit drei Mio. Euro. Eigenanteil der Stadt Oer-Erkenschwick: 1,2 Mio. Euro. Dass die Stadt Waltrop zu den Königinnen des Fördertöpfe-Anzapfens gehört, schreibt man sich im Rathaus ja selbst auf die Fahne...

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