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Symbolbild OGS

Es geht um die Übermittag-Betreuung

Wenn der Pfarrer Klartext spricht: Ansage an Politik und Stadtverwaltung

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Waltrop - In der Kinderbetreuungs-Diskussion ist ein neues Kapitel hinzugefügt worden. Es geht darum, ob die Übermittag-Betreuung (Ümi), die zurzeit als Alternative zur Offenen Ganztags-Schule (OGS) existiert, wieder abgeschafft wird. Die Stadt will das, die Eltern nicht. Nun hat Pfarrer Roeger auf den Tisch gehauen.

Genau dagegen wehren sich aber Eltern, deren Kinder an der „kleinen Betreuungs-Variante“ teilnehmen. In der Ümi werden die Kinder von 11.30 bis 13.30 Uhr betreut, allerdings ohne Hausaufgaben- und Ferienbetreuung und ohne Mittagessen. Viele Eltern schätzen das Angebot: Die Ümi sei ein flexibles Betreuungsmodell, „das für viele arbeitende Elternteile erforderlich ist“, schreiben Eltern der Ümi-Betreuung an der Galenschule (komplette Stellungnahme auf Seite 5). Mit der Ümi könnten die Kinder optimal ins Familienleben integriert werden, „ohne starren Zeiten oder Abholgegebenheiten untergeordnet zu werden“. Auch am Rande der Ausschuss-Sitzung äußerten Eltern ihren Unmut darüber, dass die Ümi abgeschafft werden soll.

OGS-Verwaltung ist aufwendig genug

Bei der Ümi gibt es bislang aber keine soziale Staffelung; alle Eltern zahlen das gleiche, nämlich 60 Euro pro Monat. Aber wo sei das Problem, fragte Wilfried Vortmann (CDU), dann lege man eben eine Staffelung fest. Da wiederum argumentierte die Stadtverwaltung, dass das so einfach nicht geht. Es müsse eine Satzung geben. Und neben der OGS ein zweites satzungsbasiertes System zu pflegen, dazu sei die Verwaltung personell nicht in der Lage.

Pfarrer Roeger pocht auf Erziehungsrecht der Eltern

Auch Pfarrer Dr. Carsten Roeger von der katholischen Kirche meldete sich zu Wort. Er ärgere sich über die geplante Abschaffung der Ümi, denn die OGS sei bei aller Flexibilität doch ein sehr starres System, und den Eltern solle doch bitte ihr Recht auf Erziehung ihrer Kinder auch erhalten bleiben.

Ein Ende der Ümi-Debatte könnte es am 9. Juli geben. Dann tagt der Stadtrat, wo über das Thema abgestimmt werden soll.

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