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Müll im Bereich um die Hafenstraße ärgert unseren Leser Paul Schlitzer.

Geldstrafen drohen

Müllsündern auf der Spur

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WALTROP - So mancher scheint weder zu wissen, wo sich seine eigene Mülltonne befindet noch wo der Recyclinghof des Ver- und Entsorgungsbetriebs (V+E) angesiedelt ist. Davon künden jedenfalls die Müllmengen, die in den Randbereichen an der Hafen- und an der Viktorstraße zu finden sind. Paul Schlitzer ist dort öfter mal unterwegs, und er ärgert sich sehr über die wilden Müllkippen.

Beim Besentag zögen doch die Kinder immer durch die Stadt und sammelten Unrat auf – und gleichzeitig hätten irgendwelche Zeitgenossen nichts Besseres zu tun, als alle möglichen Abfälle – Matratzen, Autoreifen, all dies habe er schon gesehen – achtlos in die Gegend zu werfen. Was tun? Erst gar nicht auf die hirnlose Idee kommen, Müll in die Natur zu kippen wäre natürlich das Beste. Wer solche wilden Müllkippen entdeckt, kann sich unter Tel. 95990 an den V+E wenden. Jedes Jahr kostet es übrigens rund 20.000 Euro, solche Dreck-Ecken zu beseitigen. Und auch der V+E zählt die Hafenstraße zu den traurigen „Müll-Hotspots“.

Es braucht belastbare Hinweise

Generell kann das Müllabladen in freier Natur als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, erklärt Martin Voskort, der bei der Stadtverwaltung für die Bereiche Sicherheit, Ordnung und Verkehr zuständig ist. Doch dafür braucht es belastbare Hinweise. Wenn jemand beispielsweise zum Ordnungsamt komme und habe Fotos oder stichhaltige Hinweise, „dann verfolgen wir das“, so Martin Voskort. „Wir müssen das Verfahren aber sehr beweiskräftig führen“, erklärt er weiter, „sonst arbeiten wir selbst für die Mülltonne“. Dennoch: Verlässliche und eindeutige Zeugenaussagen seien sehr wertvoll. In Gladbeck gehen seit Jahresbeginn sogenannte Mülldetektive auf Streife im Stadtgebiet; sie durchforsten Unrat-Ansammlungen nach Hinweisen auf Verursacher. So ganz einfach ist das allerdings auch nicht; der Kampf gegen die Vermüllung gleiche einem „Kampf gegen Windmühlen“, heißt es aus Gladbeck. Und dass sie Müllsünder auf frischer Tat ertappen, ist selten. Auch seine Mitarbeiter suchten in Müllhaufen nach Hinweisen, sagt Martin Voskort, „so weit es möglich ist“, aber das Ganze habe auch seine Grenzen.

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