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Nicht besonders schön sehen die braunen Flecken auf dem hellen Pflaster aus. Der Gerbsäure-Anteil der Erlenfrüchte ist als Verursacher ausgemacht.

Gerbsäure-Problem

Park: Braune Flecken auf neuem Pflaster

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Waltrop - Ein Leser beklagt, dass die neuen, hellen Pflastersteine im Park zum Teil schon stark verschmutzt sind. Tatsächlich ist eine Säuberung kaum möglich, doch bei der Stadt ist man optimistisch, dass sich das Problem mit der Zeit von alleine erledigt.

Von einer „teuren Fehlplanung“ sprach ein Leser, der unsere Redaktion darauf hinwies, dass die neuen Pflastersteine auf Höhe des Spielplatzes dem Augenschein nach mit einer Art Rost-Flecken belegt sind. Diese könnten nicht mehr entfernt werden, so der Leser weiter.

Michaela Heßelmann, die bei der Stadt für die Park-Umgestaltung zuständig ist, hat sich die Flecken angesehen und festgestellt: Verursacher dieser braunen Flecken sind die Erlenfrüchte. „Das liegt an dem relativ hohen Gerbsäure-Anteil“, erklärt die Fachfrau.

Chlorreiniger kommt nicht infrage

Sie hat sich schlaugemacht beim Hersteller der Pflastersteine und räumt in der Tat ein: Eine Säuberung sei schwierig. Zwar gebe es eine Möglichkeit, mit Chlorreiniger die Flecken zu entfernen. „Aber das kommt schon aus Umweltschutzgründen nicht infrage“, sagt Michaela Heßelmann. Von einer Fehlplanung könne aber nicht die Rede sein.

Dass sich die zuständige Planungsgruppe für ein helles – und damit automatisch empfindlicheres – Pflaster entschieden habe, hat Gründe. „Die Wege sollen zeitgemäß und in einem Naturton gehalten sein. Schwarze Wege kamen deshalb nicht infrage.“ Eine naturnahe Anmutung sei zudem auch eines der Förderkriterien gewesen. Denn ein Großteil der Kosten für die Park-Umgestaltung wird aus einem Förderprogramm des Landes gezahlt.

Unbehandelte Oberfläche ist rutschfester

Derartige Flecken, wie es sie jetzt auf der Fläche am Spielplatz gibt, seien nicht unüblich. „Das passiert eigentlich bei jedem hellen Pflaster“, sagt Michaela Heßelmann. Laut Aussage des Herstellers würden die Flecken jedoch „mit der Zeit durch Bewitterung und Benutzung verschwinden“, so die Grünflächen-Fachfrau. „Deshalb nehmen wir die Fleckenbildung jetzt erstmal so hin und beobachten das.“

Dass sich die Planungsgruppe für einen empfindlicheren Pflasterstein mit unbehandelter Oberfläche entschieden hat, ist auch darin begründet, dass diese Steine bei Nässe deutlich rutschfester sind. Anders als etwa der rote Klinkerpflaster in der Stadt. Auch das sei Bürgerwunsch gewesen, so Heßelmann.

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