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Markt ausnahmsweise in der Fu�gängerzone

Geschäfte zugestellt

Markt in der Innenstadt stößt auf geteiltes Echo

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WALTROP - Ausnahmsweise fand der Waltroper Wochenmarkt am Samstag in der Fußgängerzone und nicht, wie sonst üblich, auf dem Marktplatz statt. Das hatte zufolge, dass die Innenstadt bereits am frühen Vormittag so voll war, wie selten. Gefallen hat das trotzdem nicht jedem.

Eine Publikumsbefragung ist obsolet: Die Waltroper haben mit den Füßen abgestimmt und einen strahlend bunten Markttag in der Fußgängerzone genossen. Obst, Gemüse, Hühnchen & Co. waren umgezogen, weil sich die Frühjahrskirmes auf dem Marktplatz drehte.

Schon um 10 Uhr am Vormittag waren erstaunlich viele Kunden unterwegs. „Ein Lauf wie an einem verkaufsoffenen Sonntag“, staunte Ludger Höver. Auch das fleißige Service-Team von Beermann hatte noch vor der Mittagszeit alle Hände voll zu tun. „Mein Reden seit Jahr und Tag“, kommentierte Gaby Schwarz von Riechmann den Publikumserfolg des Marktes in der Fußgängerzone.

Einzelhändler beklagen Umsatzverluste

Aber es gab auch kritische Stimmen aus dem Waltroper Einzelhandel. „Von meinem Geschäft war nichts zu sehen, es war komplett von einem Marktstand verdeckt“, beklagte etwa die Chefin eines Textilgeschäfts in der Fußgängerzone. Sie sprach von einem enormen Umsatzverlust und hofft, „dass das da am Samstag eine Ausnahme war“. Sie müsse schließlich ihre Miete zahlen.

Auch aus anderen Geschäften, deren Auslagen mit Blumen- und Gemüseständen komplett zugestellt waren, kamen kritische Töne. Insbesondere in der unteren Fußgängerzone (Dortmunder Straße) seien Umsatzeinbußen zu beklagen gewesen.

Als gebürtige Waltroperin sah Christine Vedder (Deko, Geschenke etc.) das Thema perspektivisch. Sie hatte zwar mit Eickenscheidt ein mächtiges Marktfahrzeug vor der Tür, aber die Tatsache, dass es so viele Menschen so sehr genossen hätten, zeige doch: „Es geht sehr wohl was in unserer Fußgängerzone.“

Für die Markthändler selbst war der jüngste Samstag in erster Linie wohl ein Bruch mit der Routine. Zwei Stunden mehr habe der An- und Aufbau an ungewohnter Stelle gekostet. Dass auch nicht nur Stammkunden des Waltroper Wochenmarktes (mittwochs und samstags auf dem Marktplatz) eingekauft haben, wurde als positiv gewertet. Ob die Logistik optimiert werden könnte, damit Geschäfte nicht komplett zugestellt werden, muss im Rathaus geklärt werden.

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