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Die Feuer- und Rettungswache an der Große-Geist-Straße.

Es gibt mehrere Optionen

Stadt sucht Fläche für die neue Feuerwache

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Waltrop - Wer sich die bestehende Feuer- und Rettungswache an der Große-Geist-Straße näher anschaut, sieht schnell ein: Der Standort ist nicht zukunftsfähig. Der Rats-Fachausschuss soll daher einem Neubau zustimmen.

Die Fotos, die der Vorlage für den Ausschuss für öffentliche Ordnung (2.10., 17 Uhr, Rathaus) beigefügt wurden, sind eindrucksvoll: Die Ruheräume sind viel zu klein, die Halle, in der die Spinde für die Hauptamtlichen stehen, ist zugleich Einstellplatz für das Notarzt-Fahrzeug – aber eine Absaug-Anlage gibt es nicht. Auf dem Stellplatz für den Rettungswagen lässt sich die Trage bei geschlossener Fahrzeughalle nicht komplett ausziehen. Und so weiter, und so fort. Arbeitsschutz, Hygiene- und Unfallverhütungsvorschriften können nicht eingehalten werden, nach Geschlechtern getrennte Umkleiden fehlen.

11.000 Quadratmeter werden gebraucht

So kann es nicht bleiben. Die Fläche des heutigen Standortes aber, das ergab schon eine Analyse im Jahr 2014, ist zu klein, um die Feuerwache so auszubauen, dass sie für die nächsten Jahrzehnte zukunftsfähig ist. Genau das aber fordern die Krankenkassen als Kostenträger des Rettungsdienstes. Die „Feuerwehr-Arbeitsgruppe“ der Ratsfraktionen ist sich daher fraktionsübergreifend einig: Es muss eine neue Wache her. Dem Vorhaben soll nun der Fachausschuss grundsätzlich zustimmen, was Formsache sein dürfte. Wo die neue Wache entstehen könnte, dazu gibt die Vorlage nur den Hinweis: Da die Stadt selbst über keine Fläche in der benötigten Größenordnung von rund 11.000 Quadratmetern verfüge, müsse eine Fläche angekauft werden. Es gebe einen ersten Kontakt mit Eigentümern von Flächen. Stadtsprecherin Patricia Neuhaus bekräftigt auf Anfrage, eine Entscheidung, wo die neue Wache gebaut werden könnte, sei noch nicht gefallen. Es kämen noch mehrere Standorte in Frage, das werde zurzeit geprüft. Wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist, kann sie noch ebenfalls nicht sagen. Allerdings spricht aufgrund der Gegebenheiten in Waltrop viel dafür, dass die neue Wache im Oberdorf entstehen wird.

Dattelner Kooperation vom Tisch

Vom Tisch ist unterdessen schon seit Längerem die Idee, eine gemeinsame neue Wache mit der Nachbarstadt Datteln auf der Stadtgrenze zu bauen. Eine „interkommunale Zusammenarbeit“ hatte insbesondere CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Vortmann vorgeschlagen. Dattelns Bürgermeister André Dora (SPD) hatte jedoch auf Anfrage darauf verwiesen, dass das jedenfalls nicht in Form einer Kooperation Waltrop/Datteln an der Münsterstraße funktionieren würde, denn dann könnte die sogenannte Hilfsfrist nicht mehr eingehalten werden. Sprich: Die Feuerwehr könnte nicht jedes Ziel in der gesetzlich vorgegebenen Zeit erreichen. Zudem war auch in Datteln zwischendurch zwar ein neuer Standort im Gespräch gewesen, etwa auf dem Gelände der alten Josefschule in Hagem oder in der Nähe des Kraftwerks. Als aber der Nachbar THW seinen Standort an der Industriestraße verließ und in den Neubau auf dem alten Speeck-Bauhof umzog, hatte die Dattelner Feuerwehr die Möglichkeit, sich am bestehenden Standort deutlich zu vergrößern – sie hat seither keinen Bedarf mehr an einer Kooperation.

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