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Gruppenbild mit Jubilar: Bürgermeisterin Nicole Moenikes, die Tochter des Geehrten, Gabriele Schlotjunker, das amtierende Schützenkönigspaar Hubert Köster und Anja Kuhnert, Helmut Megies, Tochter Angelika Böhm, BSV-Seniorenbeauftragter Bernd Reers, Kompanieführer Rüdiger Holzhüter und BSV-Chef Ludger Grothus (v.li.).

70 Jahre Schützen-Mitglied

Großer Bahnhof für Helmut Megies

Waltrop - Seit 70 Jahren ist Helmut Megies, heute 96 Jahre alt, Mitglied der 3. Kompanie. Ihm zu Ehren organisierten die Schützen einen Umzug durch die Stadt - der ganz große Bahnhof für den Jubilar, der sich sehr gerührt darüber zeigte, was seine Schützen für ihn organisiert hatten.

Die Schützen, der Bataillonsvorstand und das Musik-Corps empfingen Megies am oberen Ende der Fußgängerzone. Kompanieführer Rüdiger Holzhüter hatte den Senior zuvor zu Hause an der Schützenstraße abgeholt. "70 Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Viele von uns haben noch nicht einmal dieses Lebensalter erreicht. Und Helmut gehört schon eine so lange Zeit zu uns. Das ist schon etwas ganz Besonderes.“

Fahnenoffizier

Megies stammt aus Ostpreußen, war dort bei der Handelsmarine. 1944 oder 1945, das weiß Tochter Angelika Böhm nicht mehr ganz genau, kam ihr Vater ins Ruhrgebiet, weil dort eine Tante wohnte. Er arbeitete als Bergmann auf der Zeche Waltrop und gründete eine Familie. Um Anschluss ans gesellschaftliche Leben in der Nachkriegszeit zu bekommen, schloss er sich am 1. Januar 1949 den Schützen an und war Gründungsmitglied der 3. Kompanie. Zudem übernahm er 1965 die Rolle des Fahnenoffiziers. Seitdem hält er dem BSV – und vor allem seiner geliebten 3. Kompanie – die Treue.

Zug durch die Fußgängerzone

Grund genug auch für BSV-Chef Ludger Grothus sowie das amtierende Königspaar Hubert Köster und Anja Kuhnert, Megies mit vielen Wegbegleitern durch die Fußgängerzone zu begleiten. Der Senior genoss sichtlich das Bad in der Menge, zumal viele Waltroper am Samstagvormittag den Marsch begeistert verfolgten. Bei Bröggelhoff überreichte Bürgermeisterin Nicole Moenikes ihm dann eine Urkunde. Und sie dankte ihm für sein Engagement. Er habe das soziale Leben der Waltroper bereichert und tue dies auch heute noch.

Nichts gewusst

Helmut Megies wusste nichts von diesem großen Bahnhof. Ihn hatte man nur gebeten, sich für einen Fototermin zurecht zu machen und den Schützenhut aufzusetzen. Umso überraschter und gerührter war er. Beim Umtrunk bei Bröggelhoff wurden noch einige Anekdoten aus den letzten 70 Jahren erzählt.

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