Jetzt geht's um den Träger

Neue Kita soll am Waldstadion entstehen

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Waltrop - Kinder, Kinder! Genau das prägt in den letzten Jahren die Bevölkerungs-Entwicklung in Waltrop. Und nun muss, weil der Bedarf an Kita-Plätzen groß ist, erneut eine neue Einrichtung her. Entstehen soll sie im Bereich des Waldstadions – so viel steht jetzt fest.

Auch, was den Träger angeht, gibt es einen Vorschlag, über den freilich der zuständige Rat-Fachausschuss für Jugendhilfe und Soziales noch abstimmen muss (Sitzung am 15. November, 17 Uhr, Rathaus). Der Verbund der Tageseinrichtungen für Kinder im evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen hat seine Bereitschaft erklärt. Der Kirchenkreis ist kein Unbekannter in Waltrop; auch die Kita „Blaues Haus“ an der Bismarckstraße (zwei Gruppen) sowie die Kita „Im Berg“, Leppelmanns Feld, (vier Gruppen) werden von dem Verbund getragen.

Hut in den Ring

Als es darum ging, wer Träger der Kita an der Schillerstraße wird, die sich derzeit im Bau befindet, hatte die evangelische Kirche schon einmal ihren Hut in den Ring geworfen. Die Ausschuss-Mitglieder, die im November 2016 zu entscheiden hatten, hatten beteuert, dass die Entscheidung, die schließlich zugunsten der Lebenshilfe ausfiel, nichts damit zu tun hatte, dass das Konzept des Kirchenkreis-Verbundes nicht überzeugt hätte. Darin steht zum Beispiel, dass nach evangelischem Grundverständnis Bildung im Kindergartenalter zu mehr Bildungsgerechtigkeit beitragen solle. Auch Kinder anderer religiöser oder weltanschaulicher Ausrichtungen seien in den Kitas des evangelischen Kirchenkreises willkommen. Sprachbildung ist ein Standard, der alle Kitas im Verbund eint, Bewegungspädagogik ein weiterer, und auch auf Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden wird Wert gelegt.

Synergieeffekte

Schon bei den vorherigen Träger-Entscheidungen hatte eine Rolle gespielt, dass ein Träger schon Einrichtungen in Waltrop betreibt, denn das habe den Vorteil, dass sich die Kollegen etwa bei Krankheit vertreten können und dass generell Synergieeffekte entstehen. Abgefragt wurden für die Entscheidung alle Waltroper Kita-Träger: die katholische Kirche, der evangelische Verbund, die AWO und die Lebenshilfe. Aber nur der evangelische Verbund habe überhaupt Interesse bekundet, heißt es in der Vorlage für die Sitzung.

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