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Mit Akkordeon begleitete Pohl sich selbst.

Kalle Pohl im "Majestic"

Mit großem Witzebuch und Handschwein

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Waltrop - Köstlich amüsiert haben sich rund 100 Besucher im Majestic-Theater am Samstagabend, als Kalle Pohl mit seinem Programm „Offen und ehrlich – von allem das Beste“ in Waltrop gastierte. Bekannt ist der in Düren geborene Komiker aus der TV-Show „7 Tage, 7 Köpfe“, in der er von 1997 bis 2005 auf RTL zu sehen war.

Wie frisch vom Mallorca-Urlaub zurück sieht Kalle Pohl aus, als er die Bühne betritt: ein weißer Hut auf dem Kopf – natürlich wie der große Dichter Heinrich Heine, versichert er – kariertes Hemd und Jeans. Mit dabei hat er natürlich auch Kalles „großes Witzebuch“, im Miniaturformat.

Hörgeräte mit Spotify

Der 67-jährige Komiker weiß schon, was später auf ihn zukommt: Hörgeräte mit Spotify und allerhand andere technische Weiterentwicklungen. Er sagt: „Man sollte Respekt haben vor Senioren“ – es werden schließlich immer mehr. Irgendwann sei die Situation erreicht, da kämen auf einen Falschparker drei Rentner, die den anzeigen – wer soll das dann bearbeiten? Fragt er und bringt gleichzeitig zum Lachen und auch ein bisschen zum Nachdenken.

"Ist wieder einer gestorben?"

Viele Geschichten weiß Kalle Pohl aus seiner Verwandtschaft und Nachbarschaft zu erzählen. Dabei darf Tante Mimi natürlich nicht fehlen. Für die ältere Dame ist dieser ganze neumodische Kram nichts. In Sekundenbruchteilen schafft es Pohl, sich in ihre Rolle hineinzuversetzen. Seine Stimme klingt höher, Attitüde, Gestik und Mimik passen zu der alten Dame, die alles besser weiß und sich über Sachen wie diese „Geschlechterforschung“ nun mal überhaupt nicht aufklären lassen will. Sie beklagt sich natürlich regelmäßig darüber, dass sich nie einer meldet – und wenn doch: „Jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, denke ich: Es ist schon wieder einer gestorben.“

Vom Akkordeon begleitet

Als Musikbuchautor durfte auch ein Instrument nicht fehlen. Vom eigenen Akkordeonspiel begleitet, spielte Pohl humorige Stücke, wie eins über eine „Fleischereifachverkäuferin“. „Sagen Sie das mal zehnmal hintereinander, dann haben Sie nur noch Gehacktes“, forderte er das Publikum auf. „Ich war immer schon leidenschaftlicher Puppenspieler, als ich kleiner war“, sagt er. Das Publikum lacht angesichts seiner Körpergröße. „Als ich noch Kind war, wollte ich sagen“, sagt Kalle Pohl mit Selbstironie und lächelt. Um nicht immer mit sich selbst reden zu müssen, hatte er sein Handschwein dabei, das auf seine ganz eigensinnige Art Stimmen imitierte – etwa die von Willy Brandt.

Nachdenklich

Ein Programm, das sowohl komisch war als auch bisweilen nachdenklich stimmte und die Zuschauer konstant mit Gags und musikalischen Einlagen wirklich gut unterhielt.

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